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ein paar Gedanken der letzten OV Sitzung

Donnerstag, 17. Februar 2011 von Uwe He-Wi

Uwe HW berichtete über das Gespräch mit den Partei- und Fraktionsvorsitzenden aller im Edewechter Rat vertretenen Parteien. Gemeinsam möchten sich die Parteien für einen sauberen Wahlkampf stark machen und dazu eine Pressemitteilung veröffentlichen. Alle Parteien würden gern auf das Laternen-Plakat-Hängen verzichten.

Uwe HW und ich waren bei der ILEK Abschlussveranstaltung. Die Ergebnisdatei kann bei Uwe oder mir angefordert werden. 123 Projekte sind dort beschrieben, einige auch aus grüner Sicht sinnvoll.

Am Breeweg wurden letzte Woche etliche Bäume an einer Siedlung gerodet worden. Ein nett geschützter Kinderspielplatz ist nun wieder dem Wind ausgesetzt. Einzelne Bürger wollten mehr Licht im Garten, der Rest wurde nicht gefragt. Ein Wut-Bürgerin hat sich tapfer mit der Verwaltung gestritten und „ihre“ Bäume standhaft verteidigt. Das wirft ein seltsames Licht auf die Bürgernähe!

Es gab dann die Diskussion, ob vor der Wahl ein Grünes Papier im Stil des alten Löwenzahn an alle Haushalte verteilt wird.
Contra: wir haben online; viel Arbeit; viel Organisation
Pro: wir erreichen mal wieder andere Leute; es fühlen sich alle berufen was zu schreiben

Gerhard zeigte den Ausweg: der KV plant eine Rundpost zur Wahl und das wird auf dem Weg nach oder von Oslo besprochen.

Unseren Delegierten könnten wir doch folgenden Edewechter Vorschlag mit auf die Reise geben:
Der grüne Ammerländer (in Anlehnung an NWZ), jeder OV bekommt einige Seiten für eigene Themen. Peter darf gerne einige Überthemen auf der ersten Seite (die Westersteder Seite) haben. Wir machen keine Zeitung mit Profilneurosen, sondern mit Themen.
Ich denke, dass hätte für uns Grüne einen übergreifenden Zusammenhalt, es sind eben die Ammerländer Grünen, die sich darstellen. Nach außen wird deutlich, dass da was Größeres Ganzes am Werke ist und nicht nur Kirchturmpolitik betrieben wird.

Uwe HW hat inzwischen den Wahlkampf im Web eröffnet:
http://www.facebook.com/pages/Bundnis-90Die-Grunen-Edewecht/165214920197866

Nächster Termin: Dienstag 29. März!

ILEK

Freitag, 11. Februar 2011 von Uwe He-Wi

wir hatten gestern die Abschlussveranstaltung zum ILEK. Aber eigentlich ist es der Abschluss der Projekterstellung und die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.

Es wurden 123 Projektvorschläge zu allen möglichen Themen erarbeitet. Vieles betrifft uns Grüne und wir sollten den Umsetzungsprozess verfolgen und das ein oder andere Projekt einfordern.

Ab Sommer 2011 wird es zur Umsetzung einen Regionalen Koordinator geben, der als Ansprechpartner und Vermittler unsere Region betreut.

Gestern ist mir dann auch klar geworden, dass das Land mit verschiedenen Entwicklungskonzepten fast flächendeckend eine regionalbezogene Entwicklung in Gang bringt. Wir sollten darüber unsere eigenen Projekte und Themen nicht vernachlässigen. Aber es lohn sich bestimmt, die ILEK-Projekte im Auge zu behalten.

Die Ergebnisse in Form einer 1,5 MB pdf-Datei werde ich gern an Interessierte per mail verschicken.

http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Ammerland/Edewecht/Artikel/2535840/ILEK-Planungsphase-nun-vorbei.html

http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Ammerland/Edewecht/Artikel/2537689/Landwirtschaftsminister-Lindemann-besucht-ILEK-Veranstaltung-in-Edewecht.html

Keine Entwarnung im Dioxin-Skandal

Mittwoch, 02. Februar 2011 von Hergen

Auf Einladung der Ammerländer und Edewechter Grünen haben annähernd 50 Interessierte mit dem Grünen

Vortrag mit Christian Meyer

Landtagsabgeordneten Christian Meyer lebhaft über die Frage „Dioxin-Skandal – Bedauerliche Panne oder Fehler im System?“ diskutiert.

Christian Meyer ging am Anfang des Abends  zunächst zum Beginn des Dioxin-Skandals zurück. Versuchte das Landwirtschaftsministerium anfangs noch, die aufkommenden Hinweise zu verharmlosen, wurde aber bald klar, dass die Grenzwerte des Dioxins in zahlreichen Proben überschritten waren. Aktuelle Experimente, die Grenzwerte im Schlachtfleisch durch Strecken der belasteten Partien oder ein Weitermästen von Schweinen mit unbelastetem Futtermittel wieder einzuhalten, seien empörend, sagte Christian Meyer. Dioxin reichert sich im Körper an, auch im menschlichen Körper, so mit erhöht

jegliche Aufnahme das Risiko auf gesundheitliche Schädigung. Wenn eine Verseuchung in der Nahrungsmittelkette erkannt wird, muss diese entsorgt und nicht gepanscht werden.

Fraglich sei in diesem Zusammenhang  auch, ergänzte er, ob mit 14 Futtermittel-Kontrolleuren für Niedersachen eine flächendeckende Überwachung der Lebensmittelsicherheit überhaupt möglich ist.

Auch der frischgebacken Agrarminister Lindemann versucht als Befürworter der Massentierhaltung den Eindruck aufrecht zu erhalten, es handele sich um einzelne schwarze Schafe und zu einer grundsätzliche Wende in der Landwirtschaftspolitik bestünde keine Veranlassung.

Aber genau diese Wende fordern die Grünen.

Die derzeitige Entwicklung der Landwirtschaft mit dem ungesunden Zwang zum permanenten Wachsen und Verdrängen wird eine zerstörte Umwelt hinterlassen und das Krankheitsrisiko der Bevölkerung immens erhöhen.

Der Verbraucher muss in diesem Prozess eine echte Auswahlmöglichkeit bekommen. Dazu ist eine klare Kennzeichnung der Produktionsweise und auch der Vorprodukte notwendig. An Nudeln oder

Backwaren lässt sich beispielsweise nicht erkennen, ob die verarbeiteten  Eier aus Käfig- oder Bodenhaltung stammen.

Die anwesenden Landwirte, konventionell wie biologisch Wirtschaftende, waren mit dem Agrarexperten Meyer einig, dass die Landwirtschaft  faire Preise braucht , um gesunde Nahrungsmittel erzeugen und mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung für dauerhaft gesunde Böden und sauberes Grundwasser sorgen zu können.

Vertreter der Oldenburger Arbeitslosen Initiative ALSO verdeutlichten, dass gesunde Nahrung dabei nicht zu einem Luxusartikel werden dürfe. Der Grüne Kreisvorstand Peter Meiwald ergänzte   die Bedeutung von existenzsichernden flächendeckenden Mindestlöhnen und einer substantiellen Erhöhung der ALG2-Regelsätze für Lebensmittel, um langfristig aus der  Abwärtsspirale von Dumpinglöhnen und Billigstproduktion aussteigen zu können.

Grüne fordern eine faire Landwirtschaft, in der biologische und konventionelle Erzeuger faire Preise für wertvolle Produkte erhalten, sagte Christian Meyer am Schluss des  Abends.

Nur so bekämen die  Landwirte als Erzeuger unserer Lebensmittel wieder die Möglichkeit, bäuerliche Landwirtschaft im Einklang mit der Natur zu betreiben, einen verantwortlichen Umgang mit Böden, Luft, Tieren und Landschaft zu pflegen und nicht nur durch Massenproduktion und gnadenlose Verdrängungsprozesse ihre wirtschaftliche Existenz sichern zu können.