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Antrag zum Torfabbau am Roten Steinweg See

Freitag, 12. Dezember 2008 von Uwe He-Wi

Sehr geehrte Frau Lausch

Textbeginn

Für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stelle ich folgenden Antrag:

Wir beantragen im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren zum östlich des Roten Steinwegsees, dass die Gemeindeverwaltung der Gemeinde Edewecht  bei der genehmigenden Behörde und dem Antragsteller darauf hinwirkt, nachfolgende Punkte in das Konzept der Nachfolgenutzung einfließen zu lassen:

•       Erhalt der alten Strukturen am Ostufer

•       Offenhaltung der Uferstrukturen im Bereich des Ufereinbruchs (Geländesackung)

•       Folgenutzung Wiedervernässung mit Offenhaltung der Landschaft

•       Anlage eines Bohlenweges durch die Wiedervernässungsfläche in Ergänzung des geplanten Rundwanderweges, um das Regenerationsgeschehen erlebbar zu machen

•       Anschluss dieses Wegesystems an das Wegenetz des Wildenlohs

•       Verzicht auf die Herrichtung einer Flachwasserzone

Begründung:

In dem Areal um den Roten Steinwegsee werden mit der Umsetzung des BP 159 und dem geplanten Torfabbau große Eingriffe in die Natur und Landschaftsstruktur gemacht. Dass diese zum Teil ausgeglichen werden müssen ist unstrittig.

Durch die Verlängerung und die Änderung der Abbauart wird die ursprüngliche Torfabbaugenehmigung geändert. Somit ist auch die Folgenutzung neu abzustimmen. Nach alter Genehmigungspraxis wurde Folgenutzung „Landwirtschaft“ festgeschrieben. Da die Genehmigung verändert wird, muss nach neuer Praxis „extensive Landwirtschaft“ oder besser noch „Wiedervernässung“ festgelegt werden.

Das Ostufer ist für den Landkreis ein Gefahrenpotential. Daher soll das Steilufer entfernt werden. Mit dem gleichen Argument könnte man die Beseitigung des Kreidefelsens auf Rügen fordern! In dieser Region ist es möglich die „gefährliche“ Landschaft in ein Tourismuskonzept einzubinden. Das sollte hier in wesentlich kleinerem Rahmen auch möglich sein.

Durch einen zusätzlichen Abbau soll am Ostufer eine Flachwasserzone als Ausgleich für den Torfabbau entstehen. Die Beseitigung des Steilufers bedeutet einen schwerwiegenden Eingriff in die Natur und das Landschaftbild und ist aus Naturschutzsicht nicht hinzunehmen. Dieser Ausgleich würde mehr vorhandene wertvolle Strukturen zerstören als neue schaffen.

Hier besteht die Möglichkeit, etwas für Natur und Landschaftserleben der Bevölkerung zu tun.

Mit diesem Antrag möchten wir die Kombination von möglichst optimalem ökologischem Ausgleich für die Eingriffe und einen Nutzen für die Edewechter Bevölkerung erreichen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beiliegenden Präsentation, aufzurufen über folgenden Link TorfAmRotenSteinWeg

 

Mit freundlichen Grüßen

Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

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