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Nachhaltiges Baugebiet nicht ernsthaft erwünscht

Sonntag, 02. März 2014 von Uwe He-Wi

Nach dem das Baugebiet „Zur Hege“ an der Wallstraße Ecke in trockenen Tücher war, dauerte es nicht lange, bis der Schritt über die weiter in Richtung Wald und offene Landschaft gemacht wurde. So wurde im am 03.12.12 beschlossen, dass auch nördlich der Lajestraße neue Wohnbauflächen ausgewiesen werden. Ein Schritt der in den Augen der Grünen Ratsfraktion eigentlich gegen die in dem damaligen Eckpunktepapier zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der CDU vereinbarten Gruppengrundsätze verstieß. Dort hieß es: „In der soll die Entwicklung nach innen Priorität haben; eine Zersiedelung der Gemeinde soll vermieden werden. Verdichtete Bebauung und die Weiterentwicklung bestehender Wohngebiete soll Vorrang haben vor einer weiteren Entwicklung in die Fläche.“ Heftige Diskussionen innerhalb der damals noch bestehenden Gruppe CDU/GRÜNE führten schließlich zu dem Kompromiss, dass in diesem Gebiet erstmals in Edewecht ein Konzept der verdichteten und energetisch effizienteren Bebauung umgesetzt werden soll. Der Beschluss im Bauausschuss hierzu wurde von den GRÜNEN durch den Vorschlag ergänzt, Beispiele für eine moderne verdichtete Siedlungsbebauung zu besichtigen, um sich dort Anregungen für eine Umsetzung zu holen.

Das beauftragte Planungsbüro legte darauf hin folgende Konzeptvorschläge vor:

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Ausgewählt wurde schließlich die Variante 3, die eine verdichtete Bebauung in Form von Reihenhäusern mit gemeinsamer effizienter Energieversorgung direkt an der Lajestraße entlang vorsah. Für die Grüne Fraktion ein Kompromiss einem neuen Baugebiet zustimmen zu können, dessen Planung schon im Vorgänger-Rat begonnen wurde und seinerzeit von den Grünen abgelehnt wurde. Bei der Suche nach einem Investor fixierte man sich auf die Ammerländer Wohnungsbau GmbH, deren Gesellschafter die Ammerländer Gemeinden und der Landkreis Ammerland sind. Zweck dieser Gesellschaft ist, eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung. Aber leider hat an dieser Stelle die Wirtschaftlichkeit die Führung übernommen, so dass die Ammerländer Wohnungsbau GmbH von dem Vorhaben Abstand genommen hat.

Die Absage der Ammerländer Wohnungsbau GmbH hatte nun zur Folge, dass im Bauausschuss vom 11.02.2014 beschlossen wurde, von dieser Planung zurückzutreten und nun den Bau von Einzel bzw. Doppelhäusern in gewohnter Form zuzulassen. Eine ernsthafte Bemühung einen anderen Investor oder gar ein Bemühen sich Knowhow in anderen Städten zu holen, wo solche Konzepte bereits erfolgreich umgesetzt werden, ist nicht zu erkennen gewesen.

„Beim Klimaschutz an der Spitze sein!“ heißt es noch in der Edewechter CDU-Zeitung im Jahr 2008 und „Mit uns die Zukunft gestalten“ prangt über der Homepage der Edewechter SPD, aber mit solchen Beschlüssen wird das nichts!

 

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