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„Ist doch alles Bio“ oder?

Mittwoch, 04. November 2009 von Hergen

Ist doch alles Bio, das Grünzeug“. Fröhlich pfeifend schiebt der Gartenbesitzer seine Karre weiter zum Waldrand. Hier kippt er seinen Rasenschnitt neben Haufen aus Buxus, Thuja und anderem Pflanzenschnitt der gesamten Nachbarschaft.

Gartenabfall im Wald am Deyehof

im Wald am Deyehof

Das Phänomen ist überall das gleiche, hat der Erste seinen Gartenabfall illegal verklappt, fühlt sich der Nächste eingeladen auch seinen Garten nach überzähligen Sträuchern zu durchforsten, um diese dann bequem im nahen Wald zu entsorgen. Vermengt mit Rasenschnitt entstehen in fast jedem siedlungsnahem Wald auf diese Weise Unmengen wilde „Komposthaufen“.

Gartenabfall im Wald Nähe Deyehof

Gartenabfall im Wald Nähe Deyehof

Das Pflanzenmaterial und besonders die darin enthaltenen Nährstoffe werden nicht einem sinnvollen Kreislauf wie dem eigenen zugeführt. sondern auf Flächen wie Wald, Moor und Wallhecke abgelagert, wo sie eine positive Entwicklung der Natur verhindern. .

Für diese sensiblen Bereiche der freien Landschaft ist die „Spende“ an Pflanzenmaterial und Nährstoffen ein großes Problem. Die bestehende Vegetation wird schlicht erstickt. Die zusätzlichen Nährstoffe bringen das ökologische Gleichgewicht durcheinander, nährstoffliebende „Allerweltsarten“ verdrängen anspruchsvollere Arten der mageren Standorte.

In einigen Fällen wachsen sogar die entsorgten Pflanzen weiter und verändern umso stärker den Charakter der eigentlich typischen Landschaft.

Neben dem ästhetisch abstoßenden Anblick verändert die achtlos weggeworfene Biomasse in dramatischer Weise unsere Landschaft. Das unverantwortliche Verhalten einiger muss durch die Allgemeinheit reguliert werden: die Gemeinde muss dafür Sorge tragen und die Landschaft von diesem „Grünzeug“ befreien.

Auch Schilder halten nicht von der illegalen Abfallentsorgung ab, wie im Espergöhlen

Auch Schilder halten nicht von der illegalen Abfallentsorgung ab, wie im Espergöhlen

Im Kompost wäre die Biomasse wertvolle Grundlage für den garteneigenen Nährstoffkreislauf. Auf Gemeindeebene könnten solche in der freien Landschaft gefährlichen Stoffe in Biogasanlagen zur Energiegewinnung genutzt werden.

m Kompost wäre die Biomasse wertvolle Grundlage für den garteneigenen Nährstoffkreislauf. Einen Kompost kann man in jedem Garten anlegen und als wertvolle Grundlage des naturnahen Gärtnerns nutzen. Das Anlegen ist nicht schwer wie in der Auswahl von Ratgeberseiten zu lesen ist:·

Wer, warum auch immer, keinen eignen Kompost im Garten haben möchte, kann diese Abfälle bequem beim Recyclinghof der Gemeinde abgeben. Auf Gemeinde- oder Kreisebene werden solche in der freien Landschaft gefährlichen Stoffe kompostiert oder könnten sogar in Biogasanlagen zur Energiegewinnung genutzt werden.

Über eins muss der Hobbygärtner sich im Klaren sein, Gartenabfälle im Wald sind eine illegale und schädliche Abfallentsorgung, die zu Lasten der Natur und damit zu Lasten der Allgemeinheit geschieht!

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