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Keine Lagerung von Kohlendioxid im Ammerland

Mittwoch, 04. November 2009 von Uwe He-Wi

Kreisverwaltung soll positive Stellungnahme zurück nehmen

Mit Unverständnis haben die Kreistagsgrünen auf die positive Stellungnahme der Kreisverwaltung zur Anfrage des Energiekonzerns E.ON zur unterirdischen Lagerung von Kohlendioxid im Bereich des Ammerlandes reagiert. Die Grünen halten es für notwendig, einen Eingriff in die Natur in derart immensen Ausmaßen in den zuständigen Gremien des Kreises zu erörtern. Deshalb haben sie im letzten Kreistag einen Antrag zur Beratung des Themas im Umweltausschuss am Donnerstag, den 5.11.09 gestellt.

Die Grünen halten die geplante Einlagerung von CO2 für juristisch äußerst bedenklich, da es hierfür keine juristische Gesetzeslage gibt, und fordern die Verwaltung auf, ihre Zustimmung zurück zu ziehen.

Die unterirdische Lagerung von Kohlendioxid lehnen die Grünen, wie auch die großen Umweltverbände Nabu, BUND und Greenpeace aus mehreren Gründen ab. Die Lagerung von CO2 in Salzformationen trägt nicht zur Lösung der Probleme von Klimawandel und Erderwärmung bei. Darüber hinaus ist es stark zweifelhaft, dass die Versenkung von
Kohlendioxid in die Erde technisch funktioniert und dass sie sicher ist.
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Die -Technologie ist eine teure Sackgasse, deren Risiken, wie bei dem Atommülllager Asse, die Bundesländer und damit die Steuerzahler tragen sollen. Das gesundheitliche Gefährdungspotential ist eher groß als klein und niemand kann garantieren, dass CO2 dauerhaft sicher unterirdisch eingebracht werden kann.

„Die Kreistagsgrünen fordern daher den Kreistag auf, es umliegenden Kreisen wie Leer, Friesland und der Wesermarsch gleich zu tun und die unterirdische CO2–Lagerung wegen der negativen Auswirkungen auf den Tourismus, der Behinderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien, der hohen Kosten und der nicht kalkulierbaren Risiken abzulehnen“, so Fraktionssprecher Friedrich Haubold.

Einen Antrag der Kreistagsfraktion der Grünen lesen Sie hier

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