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Die Natur am Roten Steinwegsee und im Wildenloh hat das Nachsehen

Dienstag, 21. Juni 2011 von Hergen

Der sogenannte „Holt See“ am Roten Steinweg in wurde mit seinen Uferflächen der Natur überlassen, um den hier erfolgten

Im Uferbereich hat sich die Vegetation entwickelt und ein Eisvogel soll hier auch schon gesehen worden sein.

Im Uferbereich hat sich die Vegetation entwickelt und ein Eisvogel soll hier auch schon gesehen worden sein.

Sandabbau auszugleichen. Die Folge Nutzung war in der Planung festgeschrieben. Schon kurz nach Ende des menschlichen Eingriffs haben sich Natur und Landschaft überaus positiv entwickelt. Eine Natur aus zweiter Hand konnte sich hier in natürlicher Sukzession ausbilden, so wie es die Edewechter Grünen übrigens schon vor 30 Jahren gefordert haben.

Die Edewechter Ratsmehrheit hat 2008 eine ganz andere Nutzung durchgesetzt: ein exklusiver Wohnpark. Damit ist die Festsetzung für den Naturschutz ausgehebelt worden, um die Interessen des Investors Decker zu unterstützen. Die Bürgerbeteiligung ging sicher über das im Baugesetzbuch

Arroganz der Reichen setzt sich gegen die Interessen der „einfachen“ Bürger durch Werbebanner Roter Steinweg See

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geforderte hinaus. Dennoch wurden auf den Bürgerversammlungen nur vollendeten Tatsachen erläutert, um das Projekt zügig umzusetzen.

„Der Tenor dieser Versammlungen und vieler schriftlicher Einwendungen, nämlich die Ablehnung dieses Baugebietes, der Wunsch nach Naherholung und Natur wurde ignoriert“, moniert der Fraktionssprecher der Grünen im Edewechter Rat Uwe Heiderich-Willmer. „1321 Unterschriften wurden seinerzeit der Bürgermeisterin übergeben, eine echte Bürgerbeteiligung hätte diese gewürdigt. Stattdessen wurde die Aussicht auf die millionenschweren Neubürger im exklusiven Wohnpark höher bewertet.“

"Der Schirm der Eichen wird geöffnet"

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Ein Fazit zieht Hergen Erhardt als Naturschutzexperte und Edewechter Kreistags-Spitzenkandidat für die Grünen: „Ein wertvolles Stück Natur wurde zerstört und der willkürlichen Nutzung einzelner überlassen. Der Verlust für Natur und Naherholung ist für den östlichen Bereich der Gemeinde Edewecht umso einschneidender, da der Wildenloh durch die fortgesetzten Rodungsaktivitätenzunehmend an ökologischem Naherholungswert verliert. Rund um Friedrichsfehn wird Torf abgebaut. Es scheint fast so, als ob Friedrichsfehn eine Hauptlast des wirtschaftlichen Fortschritts tragen soll.“

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