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Bericht von der JHV 2013

Montag, 04. März 2013 von Hergen

Am 22. Februar hat sich der Edewechter Ortsverband der Grünen zur Jahreshauptversammlung getroffen. Bei den Vorstandswahlen wurden

v.l.n.r. Anja Wichmann, Hiltrud Engler, Hergen Erhardt

v.l.n.r. Anja Wichmann, Hiltrud Engler, Hergen Erhardt

Hiltrud Engler zur Ersten Vorsitzenden und Anja Wichmann zur Zweiten Vorsitzenden gewählt. Hergen Erhardt wird weiterhin die Kasse führen.

Die Kontatkdaten des neuen Vorstandes finden Sie hier.

Im Anschluss haben die Teilnehmer überaus engagiert  über die zahlreichen Baumfällungen im Gemeinde Gebiet berichtet und diskutiert.  Es wurde kritisiert, dass trotz des Slogans „Wald in guter Hand“ von den Niedersächsischen Landesforsten, seit einigen Jahren hat der jährliche Laubholzeinschlag sprunghaft zugenommen.

Der Wildenloh gehört zur Revierförsterei Hasbruch im Forstamt Neuenburg und liegt in der Gemeinde Edewecht, Landkreis Ammerland.

Gefällte Eichen an der Friedrichsfehner Straße im Wildenloh

Gefällte Eichen an der Friedrichsfehner Straße im Wildenloh

Revierförster Jens Meier hat den ersten großflächigen Laubholz-Kahlschlag mit dem Lichtbedürfnis der Eichensämlinge (laut Meier „Gottesgeschenke“) begründet. Es ist mittlerweile recht schwierig die Kleineichen zwischen Brombeere und Birke zu finden.

Für seinen zweiten Flächeneinschlag alter Eichen macht er einige kranke oder tote Bäume verantwortlich.

Es wurde fast nur Laubholz gefällt

Es wurde fast nur Laubholz gefällt

Der neue Revierförster Stephan Nienaber kündigte im Spätherst 2012 die Ernte von größeren Mengen Nadelholz an. Aus Sicherheitsgründen sollten Problembäume entlang der Straße durch den Wildenloh gefällt werden. In einem 8-10 Meter Streifen nördlich der Straße wurden alle Laubgehölze entfernt, einzelne Nadelbäume blieben stehen. Auf der südlichen Straßenseite wurden keine Gehölze entnommen, dort wächst ausschließlich Nadelholz.

Diese Schnitzereien sind kein Trostpflaster, schließlich stand hier mal ein Baum

Diese Schnitzereien sind kein Trostpflaster, schließlich stand hier mal ein Baum

Für uns als Edewechter Grüne wird hier versucht, die Bevölkerung, die den Rodungen durchweg negativ gegenübersteht, im Vorfeld jeweils zu beruhigen und das wirkliche Vorgehen zu verschleiern. Das kostspielige Erstellen von „Wichtel“ Figuren kann uns nicht über den Verlust von Heimat trösten.

Für uns hat das Vorgehen des Forstamtes nichts mit nachhaltiger Waldwirtschaft zu tun. Anstatt die standortfernen Nadelforsten in heimischen Laubwald zu entwickeln, wird der wertvolle Laubholzbestand geerntet.

Modelprojekte wie das Bemühen um den Hasbruch zeigen, dass das Forstamt sehr wohl in der Lage ist, ökologisch zu denken und zu handeln. Nur nicht im Wildenloh, der zum Abschuss freigegeben scheint.

 Lesen Sie hierzu auch:  Etappenhasen im Wildenloh

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