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Umwandlung von Schulen zur Überwindung der Raumnot in Edewecht

Samstag, 09. Oktober 1999 von Uwe M.

GRÜNE wollen perspektivisch Bildungsangebot in der Gemeinde erweitern

Einen umfassenden Antrag zur Lösung der Platzprobleme an den Edewechter Schulen haben jetzt die GRÜNEN vorgelegt. Mit vier konkreten Maßnahmen wollen sie auf die aktuelle Schülerzahlenentwicklung reagieren, die in der letzten Schulausschusssitzung vorgestellt worden war.

Das Konzept der GRÜNEN sieht vor, die Hauptschulklassen der Grund- und Hauptschule Osterscheps an das Schulzentrum am Breeweg zu verlagern. Stattdessen soll in Osterscheps eine Orientierungsstufe eingerichtet werden, so dass die Grundschüler zwei weitere Jahre ohne Schulwechsel dort unterrichtet werden können. Durch diese Veränderungen wird die Orientierungsstufe in Edewecht um sechs Klassen entlastet und bietet so Raum für zusätzliche Schüler, die aufgrund des anhaltenden Bevölkerungszuwachses in Edewecht zu erwarten sind.

Nach den Vorstellungen der GRÜNEN sollen an den Standort der OS und der Grundschule in Edewecht auch die Schulkindergärten verlagert werden, die bislang noch in Friedrichsfehn und Osterscheps beheimatet sind. Auch dadurch wird an den abgebenden Schulen dringend benötigter Platz geschaffen.

Die Haupt- und Realschule in Edewecht soll mittelfristig einen zusätzlichen gymnasialen Zweig erhalten und in eine Kooperative Gesamtschule umgewandelt werden. Dies, so räumt Fraktionsmitglied Uwe Martens ein, erfordere zwar eine größere bauliche Erweiterung der Schule, diese Investition sei jedoch sinnvoll und notwendig, um die Attraktivität Edewechts als Schulstandort zu erhöhen. Eine Gemeinde von nahezu 20.000 Einwohnern, so Martens, müsse auch ein umfassendes Bildungsangebot bereithalten.

Den Vorteil ihres Vorschlages sehen die GRÜNEN vor allem darin, durch die Zusammenfassung der Schüler der Sekundarstufe I an einem einzigen Standort die Vorausetzungen für eine zukünftige Verbesserung des schulischen Angebotes zu schaffen – vorausgesetzt, die Schulbehörde erteilt dazu die notwendige Genehmigung.

An umfassenden Baumaßnahmen wird man auch nach den Vorstellungen der GRÜNEN nicht vorbeikommen. In Osterscheps ist eine Erweiterung ohnehin geplant, für Friedrichsfehn und das Schulzentrum Breeweg werden Erweiterungen nicht vermeidbar sein. „Mit unserem Vorschlag“, ist Uwe Martens überzeugt, „kann aber auf einen Anbau an der GS/OS Edewecht oder gar auf den Neubau einer weiteren Grundschule verzichtet werden. Dieses Geld sollte besser in die Aufwertung der Haupt- und Realschule investiert werden.“

Ihren Antrag wollen die GRÜNEN möglichst umgehend in der Arbeitsgruppe erörtern, die sich auf Beschluss des Schulausschusses der Platzprobleme annehmen soll. Um auch mit anderen Edewechtern über ihre Vorschläge ins Gespräch zu kommen, haben die GRÜNEN zusätzlich im Internet ein Forum zum Thema „Schulentwicklung“ eingerichtet

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