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FDP-Klage: Grüne beraten über das Urteil, noch keine Entscheidung getroffen

Samstag, 23. Februar 2008 von Uwe He-Wi

Alle Beteiligten haben nun das schriftliche Urteil mit Begründung erhalten, am 4. März 2008 wird der Rat entscheiden, ob er das Urteil akzeptiert oder in Berufung geht. Wenn der Rat sich mehrheitlich für die Berufung entscheiden würde, müsste das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg erneut entscheiden.

Die Edewechter Grünen haben bei Ihrer OV-Sitzung am 22.02.08 über das Urteil beraten. In einer langen und intensiven Diskussion wurden die rechtlichen und politischen Aspekte des Verwaltungsgerichtsurteil beleuchtet. Einig war man sich über die grundsätzliche Bedeutung dieses Urteils. Zu einer abschließenden einheitlichen Bewertung konnte man jedoch noch nicht gelangen. Der Ortsverband der Grünen und insbesondere die grüne Ratsfraktion werden noch weiter beraten um am 4. März eine fundierte Entscheidung treffen zu können. „Und über das können sich unsere Wähler sich sicher sein,“ betont der Fraktionssprecher der Grünen Uwe Heiderich-Willmer, „es wird eine fundierte Entscheidung sein, die auf vielen Diskussionen und Informationen beruhen wird.“ Die beiden grünen Fraktionsmitglieder Ole Martens und Uwe Heiderich-Willmer sind sich in dieser Frage einig: „Wir werden uns erst äußern, wenn wir uns ganz sicher sind, wir bitten daher um Verständnis und ein wenig Geduld,“ unterstreicht Ole Martens.

Nordwestradio hat die Edewechter Grünen nicht eingeladen

Freitag, 08. Februar 2008 von Uwe He-Wi

Die Grünen in Edewecht bedauern nicht zu der Livediskussion des Nordwestradios eingeladen worden zu sein.

Die Edewechter Grünen möchten aus gegebenem Anlass folgenden Sachverhalt klarstellen. Durch Nichtberichten oder Falschberichten ist in den vergangenen Tagen in der Berichterstattung verschiedener Zeitungen über diese Veranstaltung der Eindruck erweckt worden, dass die Edewechter Grünen eine Einladung zu der Diskussionsveranstaltung des Nordwestradios am 05.02.08 im Landhaus Friedrichsfehn ausgeschlagen hätten. Das ist falsch! Richtig ist vielmehr, dass die Edewechter Grünen keine Einladung erhalten haben! „Wir bedauern das sehr, denn wir hätten einiges dazu zu sagen gehabt,“ betont Uwe Heiderich-Willmer Fraktionssprecher der Grünen Ratsfraktion in Edewecht, „das Vorgehen des Nordwestradios bei der Auswahl der Teilnehmer ist für uns nicht nachvollziehbar, für eine objektive Berichterstattung jedoch nicht dienlich“, kritisiert Heiderich-Willmer weiter.

Bebauung am Roten Steinwegsee aus naturschutzfachlicher Sicht nicht vertretbar

Donnerstag, 07. Februar 2008 von Uwe He-Wi

Die Edewechter GRÜNEN können der Argumentation der Planer nicht folgen. Wert der Landschaft begründet sich nicht im aktuellen Vorhandensein von Arten, sondern in der freien Entfaltung der Landschaft.

„Mir ist nicht klar, wie der Nutzungswechsel der für den Naturschutz festgeschriebenen mit den Argumenten der

Nun ist hier endgültig Schluss, es ist nur noch ein Blick aus der Ferne möglich

Nun ist hier endgültig Schluss, es ist nur noch ein Blick aus der Ferne möglich

Planvorlage gerechtfertigt werden kann“, überlegt Hergen Erhardt, der Naturschutzexperte der Edewechter GRÜNEN. Es wird von einem Scheitern der Renaturierung gesprochen. Mit dem Nichtauffinden geschützter Arten wird die Wertigkeit der Fläche herabgestuft. Verbal-argumentativ wird eine nicht nachvollziehbare Kausalität aufgebaut, die die Bebauung der Fläche als einzig sinnvolle Nutzung nahelegt.

„Der eigentliche Wert besteht aber in der Möglichkeit zur freien Entfaltung der Landschaft, wobei offene, nicht verbuschte Flächen von besonderem Wert sind. Anpflanzungen laufen hier dem Naturschutz entgegen, “ betont Erhardt.

Nach dem Abbau von Sand, Ton oder Lehm können für den Naturhaushalt wertvolle Biotope entstehen. Es wird von sogenannten Ersatzbiotopen gesprochen. Ersatz deshalb, weil hier durch den Menschen Strukturen und Verhältnisse entstehen, die in der heute intensiv genutzten Landschaft selten sind: nährstoffarme und kaum bewachsene Bereiche, offener Sand und Abbruchkanten. In vorindustrieller Zeit entstanden solche Bereiche zum Beispiel durch die hohe Dynamik der Fließgewässer. Bäche und Flüsse verlagertenbeständig ihr Bett, brachen hier Ufer ab, lagerten dort Sandbänke an. Unter dem Einfluss von Wind bildeten sich Dünen (der Wurnbarg ist ein Beispiel dafür). „Diese Dynamik ist unserer durchstrukturierten Landschaft, in der nichts dem Zufall überlassen bleibt, genommen“, beklagt Erhardt. „Steilkanten, offener Sand und vegetationslose Flächen sind aber für Spezialisten unter den Tieren und Pflanzen lebenswichtig: Eisvogel, Sandlaufkäfer, Sonnentau u.v.m.“ führt Erhardt weiter aus.

Bei einem Bodenabbau entstehen unbesiedelte Bereiche, die zuerst von Pionierarten aufgesucht werden. Mit fortschreitender Zeit stellen sich weitere Arten ein ein Biotop entwickelt sich. Eine Vielzahl von Arten ist gerade auf solche Initialstadien der Landschaftsentwicklung angewiesen, quasi auf den nackten Sand.

Exklusiv - Zutritt verboten!

Exklusiv - Zutritt verboten!

Da in der heutigen Landschaft die nötigen Strukturen selten sind, gehören auch Tiere und Pflanzen mit speziellen Ansprüchen zu den bedrohten Arten. Ehemalige Abbaubereiche müssen also offengehalten werden, sie dürfen nicht bepflanzt oder gar mit Erdreich wiederangefüllt werden oder als Wohn- und Badeparks missbraucht werden. Einer Nutzung durch Spaziergänger steht dem nicht entgegen, es hält die Landschaft offen und fördert die gewünschte Entwicklung.

Aus naturschutzfachlicher Sicht ist eine Bebauung nicht wünschenswert und kaum vertretbar. „Die Edewechter GRÜNEN sprechen sich daher erneut vehement gegen eine Bebauung an dieser Stelle aus“, betont der Fraktionsvorsitzende Uwe Heiderich-Willmer. „Sollten sich dennoch Mehrheiten finden, die sich für eine Bebauung aussprechen, werden wir uns dafür einsetzen, dass eine Ersatzfläche von entsprechender Größe geschaffen wird“, erklärt Heiderich-Willmer.  „Auf dieser Ersatzfläche müssen sich nährstoffarme, offene Biotope entwickeln können. Denn dieser Biotoptyp ist in unserer Landschaft selten geworden und vordringlich schutzbedürftig,“ appelliert Hergen Erhardt.