Ergebnisse aus der Archivsuche:

Soziale Wohnbaupolitik: CDU und SPD besinnen sich

Donnerstag, 19. November 2015 von Uwe He-Wi

SPD und CDU entdecken nach andauernder Eigenheimpolitik den sozialen Wohnungsbau, GRÜNE fordern dies seit Jahrzehnten ein

Ganz neue Töne sind von der CDU und der SPD zu hören wenn es um Wohnungsbaupolitik geht. Da will die CDU die Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft in die Pflicht nehmen um den Sozialen Wohnungsbau in Edewecht zu reanimieren, die SPD will gar dass die Gemeinde selbst Geld in die Hand nimmt um Sozialen Wohnungsbau zu verwirklichen.

Baugebiet am Roten Steinweg See, nix für junge Familien ohne Eigenkapital

Baugebiet am Roten Steinweg See, nix für junge Familien ohne Eigenkapital

Erstaunlich ist dieser Sinneswandel, denn galt das Edewechter Leitbild „Wohn- und Wirtschaftsstandort – gemeinsam und nachhaltig wohnen und wirtschaften“ doch bisher nur für diejenigen, die sich ein Eigenheim leisten konnten. Sozial benachteiligtes Klientel, das sich nur gemeine Mietetagenwohnungen leisten kann, wurde bisher per Wohnungsbaupolitik ausgesperrt. Allen Forderung der GRÜNEN zum Trotz, eine Umkehr in der Wohnungspolitik in Edewecht einzuleiten, wurde beharrlich von den beiden großen Parteien diese „traditionelle“ Politik beibehalten. Und man kam sich dabei so sozial vor, denn man gab ja jungen Familien mit Kindern den Vorzug bei der Bauplatzvergabe. Junge Familien ohne Eigenkapital mussten bisher allerdings draußen bleiben.

Die GRÜNEN stehen dem ausufernden Flächenverbrauch und ungehemmten Siedlungswachstum der Gemeinde Edewecht seit

Baugebiet nördlich der laje Straße

Baugebiet nördlich der Lajestraße, auch hier blieb der sozialere Wohnungsbau in der Planung stecken.

jeher sehr kritisch gegenüber. Denn die Bebauungsplanung war in der Vergangenheit weder nachhaltig noch sozial orientiert.
Wir haben die letzten Ausweisungen von Bauland positiv begleitet, weil unsere Forderung nach sozialerem Wohnungsbau in Edewecht zumindest zu Beginn der Planungsphase von Verwaltung uns großen Parteien wohlwollend aufgenommen wurde. Mit fortlaufender Planung stellte sich dann heraus, dass nach alt bekanntem Schema F vorgegangen wird.

Wie ernst die beiden großen Parteien ihren sozialen Sinneswandel meinen, könnten sie sofort beweisen, in dem sie

ihren Widerstand gegen die Forderungen der GRÜNEN die aktuell geplanten Bereiche so zu nutzen, damit sofort eine soziale und ökologische orientierte Gemeindeentwicklung entstehen kann, aufgeben. Der erste Schritt hierfür könnte in dem geplanten Baugebiete Esch im Ort Edewecht geschehen. Auch in diesem Verfahren konnten wir unsere eingebrachten Vorstellungen in Bezug auf Nachhaltigkeit nicht platzieren. Da die aktuellen Ereignisse nun auch die anderen kommunalen Akteure für unsere Sichtweise öffnen, sollten wir gemeinsam das aktuelle Baugebiet Esch zukunftsorientiert entwickeln.