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Unser Programm zur Kommunalwahl 2021: Nachhaltigkeit – Edewechts Weg in die Zukunft

Mittwoch, 07. Juli 2021 von Uwe He-Wi

Nachhaltigkeit – Edewechts Weg in die Zukunft

Grüne Politik für Edewecht
12. September 2021
Kommunalwahl Niedersachsen

Edewecht, Gemeinde in der „Parklandschaft“ Ammerland, grün, beschaulich, mit weitem Blick über die Wiesen, dazu eine attraktive Großstadt vor der Tür und vorhandene Bauplätze. Das zieht viele Familien von außerhalb als Neubürger hierher.

Aber die Idylle ist bedroht. Seit 40 Jahren sind wir Grüne im Gemeinderat und setzen uns dafür ein, eine Balance zu schaffen zwischen dem stetigen Zuwachs von Einwohnern mit ihren Bedürfnissen nach Wohnraum, Kinderbetreuung, Infrastruktur verbunden mit mehr Verkehrsaufkommen und den Wunsch nach intakter abwechslungsreicher Natur, Artenvielfalt, Raum für Erholung und Lebensqualität der Bürger*innen. Alle diese Bausteine für eine attraktive Gemeinde haben wir erfolgreich weiter entwickelt und dafür stehen wir auch weiterhin ein.

Klar aber ist, dass ungesteuertes Wachstum den Verlust unserer Lebensgrundlagen, von Grund und Boden, ausreichend sauberem Wasser, von Artenvielfalt, sicherer Energieversorgung und gesundem Klima, zur Folge hätte.

Nachhaltig wirtschaften heißt in einer Kommune, diese Ressourcen auch für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Das ist unser Ziel. Dafür setzen wir uns ein.

 

Grund und Boden:

Der nicht umkehrbare Verbrauch von Fläche lässt sich nur reduzieren, wenn wir verantwortungsvoll und zukunftsweisend planen. Das bedeutet für Grüne Politik: Ende des zügellosen Flächenfraßes durch einseitige Ausweisung immer neuer Bau- und Gewerbegebiete auf der „grünen Wiese“.

Wir möchten kreative Planungen von Wohngebieten für alle Generationen und lebendige Zentren für Wohnen, Arbeiten, Erholung und soziales Miteinander schaffen.

Die Ausgestaltung der Ortskerne Edewechts und Friedrichsfehns als lebendige Zentren, in denen Leben und Arbeiten verbunden sind, und die Treffpunkte für das soziale, generationsübergreifende Miteinander sind, gehören ebenso dazu wie eine Grünflächenplanung, die erhaltenswerte Natur und Landschaft schützt und Grünflächen zur Naherholung ausweist.

Die Zentrierung auf das Auto muss in den Wohngebieten und Ortskernen beendet werden

Wasser:

 

Wir wollen unser Wasser schützen. Dafür müssen wir es vor schädlichen Einträgen in das Grundwasser bewahren, weniger Flächenversiegeln und möglichst auch Flächen entsiegeln, damit mehr Regenwasser direkt vor Ort verrieseln kann. Letztendlich müssen wir auch mit dieser Ressource sparsam umgehen. Daher möchten wir mehr Regenwassernutzung als Brauchwassernutzung fördern.

 

 

Artenschutz:

Zwei Drittel der Meere und 60 Prozent der Landökosysteme sind geschädigt. Auch wir in unserer kleinen Gemeinde Edewecht haben unseren Anteil daran, denn den Städten und Gemeinden kommt bei der Zerstörung und Erhaltung der Biodiversität eine wesentliche Rolle zu, wirken sich doch

zahlreiche tägliche Entscheidungen in der Kommunalpolitik auf den Natur-, Lebensraum- und Artenschutz aus.

Seit 2010 ist die Gemeinde Edewecht auf Initiative der GRÜNEN Mitglied in dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, 2019 würde die assoziierte Mitgliedschaft, ebenfalls auf Drängen der GRÜNEN einstimmig auf eine Vollmitgliedschaft ergänzt. Das muss nun, durch die Umsetzung von naturnaher Gestaltung und Pflege von öffentlichem Grün, Vernetzung von Biotopen und Schutz unser Wälder, konsequent mit Leben gefüllt werden .

Dazu gehören auch Anregungen und Förderungen zur insektenfreundlichen Gestaltung von Privatgärten und landwirtschaftlicher Flächen.

Wir setzen uns für die die Renaturierung von Mooren und ein Ende des Torfabbaus ein, was nicht nur der Artenvielfalt nützt, sondern auch unser Klima schützt. Die von außen unscheinbaren intakten Moore speichern doppelt so viel CO2 wie alle Wälder der Welt.

Klimaschutz & Erneuerbare Energie

Auf Initiative der Grünen Fraktion hat die Gemeinde Edewecht einen Klimabeauftragten eingestellt, der ein Klimakonzept erarbeitet. In Zukunft werden alle kommunalen Maßnahmen, auf unser Betreiben hin, auf ihre klimarelevanten Auswirkungen geprüft. Wir streben an, dass Edewecht bis 2035 klimaneutral wird.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, muss der CO2-Ausstoß in der Gemeinde drastisch reduziert werden, u.a. in dem der Ausbau erneuerbarer Energien, z.B. Photovoltaik und Windkraft konsequent vorangetrieben wird. Wir werden uns dafür einsetzen, dass in unseren kommunalen Einrichtungen erneuerbare Energien, wie Solarthermie, Geothermie, Wärmetauscher vermehrt zum Einsatz kommt. Gleichzeit müssen alle Förderungsmöglichkeiten von klimaneutralen Heizsystemen ausgenutzt werden.

 

Klimagerechte Mobilitätswende:


Der Verkehr ist neben der Industrie der größte Verursacher der Klimakrise. Auf Antrag der GRÜNEN erstellt Edewecht  einen neuen Verkehrsentwicklungsplan. Damit wurde eine Forderung aus unserem Wahlprogramm 2016 umgesetzt. Wir versprechen uns davon eine schrittweise Abkehr von dem Vorrang für den motorisierten Individualverkehr. Damit dies gelingt, brauchen wir ein intelligentes Mobilitätskonzept mit Vernetzung und Abstimmung von Fahrplanzeiten im ÖPNV, inkl. Bürgerbus. Wir wollen CarSharing anbieten, Park ans Ride ausbauen und mehr Ladesäulen für die e-Mobilität schaffen.

Entscheidend sind Verbesserungen für den Rad-und Fußverkehr, mehr Radparkplätze u. Regenschutz an Haltestellen, statt immer mehr neue Parkplätze und Kinderbringzonen an Schulen. Rad- und Fußverkehr muss an vielen Stellen den Vorrang bekommen. Die Voraussetzung für die Nutzung von Lastenrädern, wie breitere Radwege und entsprechende Parkmöglichkeiten, müssen geschaffen werden.

Nur so schaffen wir einen erträgliche Verkehr in der Gemeinde, erträglich für die Bürger*innen und verträglich für das Klima.

 

Mehr Bürger*innenzufriedenheit

Wohnen ist ein zentrales Merkmal für Bürger*innenzufriedenheit. Bisher galt das Edewechter Leitbild „Wohn- und Wirtschaftsstandort – gemeinsam und nachhaltig wohnen und wirtschaften“ nur für diejenigen, die sich ein Eigenheim leisten konnten. Sozial benachteiligte, die sich nur gemeine Mietwohnungen leisten können, wurden bisher per Wohnungsbaupolitik ausgesperrt. Das möchten wir ändern, in dem wir uns dafür stark machen, dass mehr bezahlbarer Wohnraum gefördert und die Chancengleichheit auf dem Wohnungsmarkt erhöht werden.

Weiter gilt für eine zufriedenes Wohnen, dass der Breitbandausbau zur Verbesserung der Internetqualität in der ganzen Gemeinde beschleunigt wird. Die hiesige Wirtschaft wird ebenfalls davon profitieren. Gleichzeitig werden wir uns dort für den Ausbau des Mobilfunknetzes mit den LTE und 5G Standards einsetzen wo noch Funklöcher bestehen.

Mehr Transparenz und Informationen führen zu mehr Vertrauen zwischen Politik, Verwaltung und Bürger*innen. Eine Planung mit Bürger*innenbeteiligung schafft Akzeptanz und Identifikation, Verantwortung und Engagement und damit Zufriedenheit. In diesem Sinn wollen wir uns einbringen.

Bildung und Betreuung

Wir unterstützen alle Bestrebungen, die Kinder in ihrer gesamten Entwicklung besser fördern, Bildungsbenachteiligungen ausgleichen und Familien entlasten. Dazu gehören:

Kitas und Krippen

Wir wollen die vorhandenen Angebote weiter fördern und dabei die Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Blick behalten. Dabei gilt es die Vielfalt der Angebote der Tagesmütter/väter, Waldkindergärten, Kitas und Krippen aller Träger in unserer Gemeinde zu erhalten und auszubauen. Ferienangebote und Integrationsarbeit gehören selbstverständlich dazu.

Die Konzepte der Einrichtungen müssen stetig an neuste Erkenntnisse und sich immer wieder ändernde Bedingungen angepasst werden. Das wollen wir konstruktiv im Sinne der Kinder und Eltern begleiten.

Schulen

Internationale Bildungsstudien liefern schon lange den Nachweis, dass längeres gemeinsames Lernen allen Schülerinnen und Schülern nutzt – den Leistungsschwächeren genauso wie den Leistungsstärkeren. Wir treten daher ein, dass jede*r Schüler*in die Möglichkeit hat, in Edewecht eine integrierte Gesamtschule zu besuchen. Zu längerem gemeinsamen Lernen gehört für uns auch ein gebundener Ganztagsunterricht mit einem gesunden Mittagessen – vorwiegend aus ökologischer Erzeugung – für alle Schülerinnen und Schüler.

Bereits 2012 haben die GRÜNEN gemeinsam mit der CDU beantragt und mehrheitlich beschlossen, dass die Oberschule (OBS) in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) umgewandelt wird, sobald die rechtlichen Bedingungen erfüllt sind und er Elternwunsch dazu besteht. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieser Beschluss wieder Beachtung findet.

Abgesehen davon, werden wir uns darum kümmern, dass mit dem vorhandenen Schulangebot alle möglichen Maßnahmen, die zu mehr Bildungs- und Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche beitragen umgesetzt werden.

Dazu gehört insbesondere eine zeitgemäße IT-Ausstattung an allen Schulen, mit einem leistungsfähigen Internetanschluss in allen Klassenräumen, deren moderne Ausstattung und ein hochwertiger technischer Support.

Soziales

Wir setzen uns für eine kommunale Sozialpolitik ein, die Teilhabe ermöglicht, die Armut bekämpft und dafür sorgt, dass Wohnen bezahlbar bleibt.

Die Corona-Pandemiefolgen in der Gemeinde, die alle Bürger*innen in der Gemeinde direkt oder indirekt betreffen, müssen ermittelt und die von Bund und Land bereitgestellten Fördermittel  zur  Kompensation voll genutzt werden.

Jugend

Wir fordern ein umfassendes Gesamtkonzept für die Jugendpflege. Es muss die Gestaltung von Spielplätzen für die Jüngsten, bis zur Schaffung oder Modernisierung von Jugendräumen für die Älteren, in allen Teilen der Gemeinde Räume beinhalten. Das Personal, die Programme, die Förderung von Vereinen und Verbänden, und die Kooperation mit den Schulen im Gemeindegebiet soll dieses Konzept regeln. Wir sehen die Förderung der Kinder und Jugendlichen als eine Investition in unsere Zukunft.

Wir unterstützen Initiativen, die die Jugendlichen zu mehr Teilnahme am Gemeinwesen interessieren und befähigen, insbesondere sei hier der Jugendgemeinderat genannt, der dabei eine wichtige Rolle spielt.

Senioren

 

Edewecht bietet als einzige Kommune in Niedersachsen einen eigenen Pflegeservice mit Altenheim, Sozialstation und Essen auf Rädern. Und das ist gut so! Das Altenheim sowie die Sozialstation heben sich auffallend positiv von den privat betriebenen Einrichtungen ab. Wir unterstützen den Erhalt und die Weiterentwicklung, mit bedarfsgerechten Angeboten wie Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege und generationsübergreifenden Angeboten.

 

 

Geflüchtete

„Wir möchten hier in Frieden und Freiheit leben und arbeiten,“  sagte 2016 ein Geflüchteter bei einer Veranstaltung der GRÜNEN zum Thema „Integration Geflüchteter“. Damit dies gelingt, werden wir alle Initiativen unterstützen, die sich dafür einsetzen die Voraussetzungen für die Integration Geflüchteter zu verbessern.

Darüber hinaus möchten wir uns auch für die Geflüchtetem stark machen, die den Weg hierher noch nicht gefunden haben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Edewecht  „Sicherer Hafen“ der Initiative „Seebrücke“ wird. Denn „Sichere Häfen“ heißen geflüchtete Menschen willkommen – und sind bereit, mehr Menschen aufzunehmen. Gemeinsam bilden sie eine starke Gegenstimme zur europäischen Abschottungspolitik. (Mehr dazu: https://seebruecke.org/sichere-haefen/haefen)

Haushalt und Finanzen

Auch Edewecht muss nach langen Jahren der Fülle kürzer treten. Die immer wieder geäußerten Prophezeiungen der Kämmerer, dass es künftig nicht so weiter gehen wird, haben sich bewahrheitet. Die Corona-Krise reißt zusätzliche Löcher in den Edewechter Haushalt, vor allem weil Einnahmen aus der Gewerbesteuer wegbrechen und die Zugschussbedarfe steigen. Der Edewechter Rat hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich um die Konsolidierung des, nicht mehr selbstverständlich ausgeglichenen, Haushaltes bemüht.

Die GRÜNEN werden den Prozess der Sanierung des Edewechter Haushaltes konstruktiv und im Sinne der Bürger*innen begleiten. Die etwaige Streichung freiwilliger Leistungen muss bedacht abgewogen werden, eine Streichung mit dem „Rasenmäher“ werden die GRÜNEN nicht zulassen.

Darüber hinaus unterstützen wir, die Gewerbesteuer zu einer kommunalen Wirtschaftssteuer umzubauen, die von allen zu zahlen ist, die Gewinne aus selbstständiger und freiberuflicher Tätigkeit erwirtschaften. Dadurch wird diese Steuer nicht nur gerechter, sondern stetiger und damit für die Kommunen leichter kalkulierbar. Kommunen müssen dauerhaft in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben aus eigener Kraft bewältigen zu können und sie brauchen ausreichende Spielräume für Zukunftsinvestitionen. Dafür werden wir uns als GRÜNE auch außerhalb Edewechts für Edewecht einsetzen.

Freiwillige Feuerwehr

Den hohen Standard erhalten und ausbauen

 

Die freiwillige Feuerwehr leistet einen großen Beitrag für die Sicherheit unserer Bürger*innen, und das alles ehrenamtlich. Auch bei immer klammeren Kassen darf daher nicht an der Ausstattung der Feuerwehren gespart werden.

 

 

 


Die Entwicklung  zu einer nachhaltigen Gemeinde wird durch das Zusammendenken von Ökologie, Ökonomie und sozialen Aspekten Edewechts  Lebens- und Wohnqualität sichern. Sie bietet auch ökonomische Chancen für die Zukunft.

Die Wandlung wird nur gelingen, wenn wir alle Verantwortung für unser Handeln übernehmen und bereit sind, unsere Ansprüche zu hinterfragen, solidarisch mit nachfolgenden Generationen.

Dafür treten wir ein, dafür bitten um wir ihre Stimmen.

Unser Programm to go:

Flyer_Gruene-Edewecht_2021

E R N A – Ehrliche, Regionale Nahrungsmittel in Friedrichfehn

Freitag, 02. Juli 2021 von Roland Ernst

Neuer Regionalmarkt in Friedrichsfehn –  Einige GRÜNE Kandidat*innen für die Gemeinderatswahl 2021 erkunden das neue Angebot

Roland Ernst, Angelika Ernst, Stephanie Behrens und Hans Iske, Kandidat*innen für die Gemeinderatswahl 2021, erkunden das Sortiment. Im Hintergrund ist Klaus Hinrichs, der Gründer des „ERNA“-Marktes zu sehen.

Friedrichsfehn ist üppig ausgestattet mit großen Supermärkten mit einem breit gestreuten Warenangebot. Dennoch hatten einheimische Erzeuger mit ihren kleinen Betrieben oft keinen Absatzmarkt. Auch ortsansässige Kunden, die bewusst frische Ware möglichst aus biologischem Anbau aus der Umgebung suchten, waren auf Mund-zu-Mund- Propaganda angewiesen, mussten weite Wege fahren oder sich beliefern lassen.

In Friedrichsfehn ist damit jetzt Schluss: ERNA ist eröffnet, ein Regionalmarkt mit einem breiten Angebot an Lebensmitteln sorgfältig ausgewählter Erzeuger in den Räumen des ehemaligen Raiffeisenmarktes hinter der Volksbank mitten in Friedrichsfehn.

Übrigens: ERNA steht für „Ehrliche, Regionale Nahrungsmittel“ – ein wichtiges Anliegen der GRÜNEN für Gesundheit und Klimaschutz.

Einige der örtlichen Kandidaten der Grünen für den Edewechter Rat haben die Gelegenheit wahrgenommen, den Initiator Klaus Hinrichs zu besuchen und viel Erfolg zu wünschen.

Uwe Heiderich-Willmer

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Uwe Heiderich-Willmer

Jahrgang 1960, Husbäke, Notfallsanitäter und Dipl. Politologe
Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder die beide in Oldenburg studieren und arbeiten.

Schon immer habe ich mich dort, wo ich lebe, eingemischt. Sei es als Schüler in der Schler*innen-vertretung, als Zivildienstleistender in der Friedensbewegung, als Arbeitnehmer in der Gewerkschaft und als Betriebsrat oder eben in der Gemeinde in der ich wohne in der Kommunalpolitik. Seit mehr als 25 Jahren bin ich für die Grüne Partei aktiv und seit 1996 als Ratsmitglied und Fraktionssprecher im Edewechter Rat vertreten.

Viel konnten wir in dieser Zeit anstoßen, dennoch sind wir noch lange nicht am Ziel. Immer noch wird das Heil viel zu oft im Wachstum gesucht und die Natur und Umwelt haben dabei das Nachsehen.  Als Planungs- und Genehmigungsinstanz, als Grundstückseigentümerin, Energieverbraucher und nicht zuletzt als Vorbild, spielen die Kommunen dabei eine entscheidende Rolle. Sie haben maßgeblichen Einfluss auf den Flächenverbrauch, die Energieversorgung und Verbrauch. Ohne erneuerbare Energien auf kommunaler Ebene ist das Erreichen der Klimaschutzziele kaum möglich.

Aber auch alle anderen Bereiche, auf die die Gemeinde Einfluss hat, wie beispielsweise die Schulen, die Jugend- und Seniorenarbeit, und den ÖPNV, müssen nachhaltig und zukunftsfähig weiterentwickelt werden.

Hierzu möchte ich für weitere fünf Jahre im Edewechter Rat meine Gedanken einbringen und die der Anderen anstoßen. Daher stelle ich mich erneut zur Wahl.

Wiebke Carls

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Wiebke Carls

Jahrgang 1978 Edewecht, Dipl. Ing. Agrar. Ökologischer Landbau

Ich kandidiere für den Rat, weil wir einen zukunftsweisenden Dialog in der ganzen Gesellschaft brauchen, um einen deutlichen Mehrwert für Ökologie und Artenvielfalt zu erreichen. Schulgärten können ökologische Zusammenhänge mit allen Sinnen vermitteln, Beratungsgutscheine für naturnah gestaltete Privatgärten als Gegentrend zum vermeintlich pflegeleichten Schottergarten, urban gardening Projekte oder auch „essbares Edewecht“ für mehr Grün und Selbstversorgung – Beispiele gibt es jede Menge!

Wenn es um naturnahe Bewirtschaftung geht, muss der öffentliche Sektor neue Wege aufzeigen und die Pflege seiner Flächen im Sinne der Artenvielfalt innovativ gestalten. Der fachliche Austausch zwischen Forschung und Praxis bietet uns große Chancen – wenn wir es schaffen, neben dem Wissenstransfer auch die Bürgerschaft kommunikativ einzubinden, erreichen wir eine dringend notwendige Bewusstseinsbildung auf allen Ebenen. Dafür möchte ich mich stark machen!

Im Rahmen meines Studiums der Agrarwissenschaften und meiner fast 20 jährigen Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen des ökologischen Landbaus habe ich erfahren, dass Artenschutz und nachhaltige Wirtschaftskreisläufe keine Selbstverständlichkeit sind.

 

Hergen Erhardt

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Hergen Erhardt

Jahrgang 1967, Diplom Biologe

Für die Edewechter GRÜNEN bin ich seit 1989 als Naturschutz- und Moorexperte aktiv; seit 2011 im Gemeinderat und Kreistag.

Ich bewerbe mich erneut für den Gemeinderat und bin gleichzeitig Edewechter Kandidat der GRÜNEN für den Kreistag.

In den kommunalen Parlamenten möchte ich mitarbeiten, um die wertvollen Bereiche von Natur und Landschaft und somit die natürlichen Grundlagen des Lebens zu erhalten.

Natur und Landschaft sind allzu oft Verlierer der dynamischen Entwicklung. Alte Eichen und Buchen wurden gerodet, weil sich gute Holzpreise erzielen lassen. Grünlandstandorte werden tiefgepflügt, weil Maisanbau höhere Renditen einbringt.

In der Landschaft haben wir viele Elemente verloren: Hecken sind störendes Begleitgrün geworden; blütenreiche Feldraine sind völlig verschwunden. Massive Überdüngung und extremer Pestizid-Einsatz lassen die Insektenwelt zusammenbrechen. Das sind Entwicklungen von globaler Dimension. Aber wir müssen hier vor Ort Antworten finden! Da, wo wir etwas beeinflussen können.

Damit wir Natur und Kultur, die wir übernommen haben, weitergeben können, muss unsere Generation den unbändigen Wachstumsglauben überwinden.

Auch in den kommenden fünf Jahren will ich mich deshalb erneut als Anwalt der Kulturlandschaft Ammerland in den Parlamenten einsetzen.

 

Detlef Reil

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Detlef Reil

Jahrgang 1964, Friedrichfehn, Dipl.-Ing. Techn. Informatik mit einem Softwareunternehmen im Industriegebiet Edewecht.

Ich lebe mit meiner Frau und unserem Sohn (17) seit 1998 im Zentrum von Friedrichsfehn. Unsere Tochter (22) ist schon ausgeflogen. Beide sind in Friedrichsfehn geboren und aufgewachsen.

Seit zehn Jahren bin ich im Gemeinderat und möchte mich dort weiterhin für ein lebenswertes Umfeld für Familien und viele grüne Farbtupfer in der Gemeindepolitik einsetzen.

Wir haben ein starkes Einwohnerwachstum in einigen Teilen Edewechts. Ich möchte, dass wir die alten Wohngebiete sanft modernisieren und stärken statt immer neue Baugebiete auf der grünen Wiese zu schaffen und damit Natur und Landschaft zu zerstören.

Die Zunahme des Verkehrs belastet die Ortschaften. Wir brauchen Treffpunkte für unsere Jugendlichen, mehr natürliche Bereiche für Naherholung, Nebenwege zum Radfahren und Spazierengehen, eine sinnvolle Verkehrslenkung und mehr Sicherheit für Rad fahrende Kinder.

Ausgleichsmaßnahmen für Bautätigkeiten müssen vor Ort durchgeführt werden, wo die Menschen direkt etwas davon haben.

Unsere Schulen bringen wir gerade auf einen guten Stand, es sind aber weitere Anstrengungen nötig, um das Beste für unsere Kinder zu erreichen. Der Lebensraum für die älter werdende Generation kann noch deutlich verbessert werden.

Durch Energiesparmaßnahmen im öffentlichen Bereich und den Einsatz erneuerbarer Energien können wir den ökologischen Fußabdruck Edewechts deutlich verkleinern und zu den großen Querschnittaufgaben Klima- und Naturschutz beitragen.

 

Annelene Frerichs

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Annelene Frerichs

Jahrgang 1957 Süd-Edewecht, Dipl. Pflegepädagogin und Gesundheits- und Krankenpflegerin in Pension seit 2021.

Ich habe in Hannover, Luxembourg, Aurich und Oldenburg gearbeitet. Zusätzlich habe ich eine Coach Ausbildung. Meine Familie ist in Edewecht seit dem 17. Jahrhundert ansässig und ich fühle mich mit dem Ammerland tief verbunden. Die einzigartige Kombination aus ursprünglicher Landschaft sowie die ökologisch- landwirschaftlcher, vertretbarer Nutzung geht immer mehr verloren. Stattdessen wird Raubbau mit den natürlichen Ressourcen betrieben. Wir Menschen benötigen allerdings eine intakte Natur zum Weiterleben und Überleben. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Mehr als 25 Jahre war ich als Leitung in einer Gesundheits- und Krankenpflegeschule eines großen Oldenburger Krankenhauses tätig. Die sozialen Aspekte liegen mir daher sehr am Herzen. Zum Beispiel bezahlbarer Wohnraum ermöglichen, Qualitätsstandard erhalten für die pflegerischen Versorgung und Betreuung der Menschen. Einsetzen möchte ich mich auch für die Integration der verschiedensten Kulturen und Einhaltung von ethischen Grundsätzen sowie für die Inklusion.

Eine weitere Idee ist es ein Projekt ins Leben zu rufen, welches grüne Grundsätze wie Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und Energieeffizienz berücksichtigt. Da wäre die Idee eines Mehrgenerationenhauses für das Alten- und Pflegeheim Edewecht in Form von Kita, Kinderhort und Altenheim unter einem Dach.

Angelika Ernst

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Angelika Ernst

Jahrgang 1950, Friedrichsfehn, Zahnärztin und Rentnerin

1980 kamen mein Mann und ich auf der Suche nach einem Standort für unsere Zahnarztpraxis und einer neuen Heimat das erste Mal nach Friedrichsfehn. Daraus wurden 33 Jahre in eigener gemeinsamer Praxis und unser Leben bis heute mit 3 inzwischen erwachsenen Kindern.

Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten, 35 Jahre Vorstandsarbeit im Verein „Pro Natura für naturnahes Gärtnern“, 12 Jahre Beisitzerin im Ortsverein und Ausschussmitglied  für Dorfentwicklung und mein Engagement in der Bürgerinitiative für den Erhalt des Roten Steinweg Sees, haben meine Kandidatur für den Gemeinderat sozusagen vorbereitet.

Sie haben mich darin bestärkt, Verantwortung im Rat zu übernehmen und unser Gemeinwesen aktiv nachhaltig zu gestalten. Ich setze mich dafür ein:

Die Wünsche von Jugendlichen nach Zukunftsperspektiven, ihre Beteiligung an Entscheidungsprozessen, Raum für gemeinsame Freizeitgestaltung, Hilfe beim Überwinden der Pandemiefolgen zu unterstützen. Unsere Gemeinde nachhaltig aufzustellen, Initiativen und Betriebe zu unterstützen, die Kreislaufwirtschaft vorantreiben, Energieneutralität anstreben, Ressourcen schonen, wie z.B. Repaircafes und  Hofläden. Eine Verkehrswende, die die Zwänge einer ländlichen Gemeinde berücksichtigt, aber Anreize setzt, das Auto stehen zu lassen und umzusteigen auf Rad und Öffentlichen Nahverkehr, befürworte  ich. Dazu werden alle Linien zu allen Orten und zu Zeiten, wo sie gebraucht werden, vernetzt und Radmitnahme in Bahnen und Bussen an bestimmten Haltestellen und eine Mitfahrer App. installiert. Es liegt jetzt an uns, diese Möglichkeiten zum Schutz des Klimas zu nutzen.

 

Hans Iske

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Hans Iske

Jahrgang 1956, Wildenloh, Dipl.-Ökonom, Berufsschullehrer, Oberschulrat a.D.

Ich kandidiere für den Gemeinderat, weil Klimaschutz vor Ort in der Gemeinde realisiert werden muss.  Seit 1996 wohne ich mit meiner Familie in Wildenloh.

Nach meinem Ökonomie-Studium und anschließender freiberuflicher Tätigkeit habe ich ab 1995 in Oldenburg als Lehrer in Berufsschulen gearbeitet. Ab 2008 war ich als Schulentwicklungsberater der niedersächsischen Landesschulbehörde und anschließend als Referent für berufliche Bildung und Schulaufsichtsbeamter in Bremen tätig.

Mit meinen vielfältigen beruflichen Erfahrungen aus Wirtschaft, Schule und Verwaltung möchte ich im Rat dazu beitragen, dass wir mit klugen Konzepten für Nachhaltigkeit unsere Gemeinde zukunftsfähig und ressourcenschonend gestalten.

Um in unserer wachsenden Gemeinde Wohlstand, Wohn- und Lebensqualität langfristig zu sichern, müssen besonders Flächennutzung und Grundwasserschutz in den Fokus der Politik gerückt werden. Für die Frage, wie und wo kann zukünftig in Edewecht gebaut werden, brauchen wir ein ganzheitliches Konzept mit Entwicklungszielen, Standards, aber auch Grenzen, die den Anforderungen von Klima-, Natur- und Artenschutz gerecht werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass wir jetzt handeln müssen, um die Freiheit der jungen Menschen in der Zukunft zu sichern. Dafür möchte ich mich im Gemeinderat aktiv einsetzen.

 

Julia Otto-Knipping

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Julia Otto-Knipping

Jahrgang 1976, Osterscheps, Agraringenieurin

Seit 12 Jahren wohne und arbeite ich nun mit meinem Mann und unseren 3 Kindern auf unserem Biohof in Osterscheps.

Meine Kindheit habe ich am Rhein in der Nähe von Mainz hauptsächlich draussen in der Natur verbracht. Durch eine landwirtschaftliche Lehre auf Biohöfen und durch mein vielseitiges Studium der ökologischen Agrarwissenschaften in Witzenhausen bei Kassel habe ich die Zusammenhänge von Landwirtschaft, Naturschutz und Klima verinnerlicht.
Mit ganzem Herzen bewirtschaften mein Mann und ich unseren Gemüsebaubetrieb, den Himpsl-Hof in Osterscheps
mit Bioladen, Lieferservice und Marktstand.

Da auch wir schon das veränderte Klima auf unseren Anbauflächen spüren und ich mir eine lebenswerte und intakte Welt für die zukünftigen Generationen wünsche, habe ich mich entschlossen, in unserer Gemeinde politisch aktiv zu werden. Ich bin neues Mitglied bei den GRÜNEN, da ihr Grundsatzprogramm in die richtige Richtung führt. Um unsere Freiheiten und unseren Wohlstand zu sichern, ist es dringend erforderlich, dass wir ein wirksames Klimaschutzprogramm einführen. Lasst uns auch weiterhin in Frieden zusammenleben in unserer vielfältigen Gesellschaft, mit einer ökologisch modernisierten Wirtschaft und einem gerechten Mindestlohn.
Durch meine Kandidatur erhoffe ich mir Entscheidungen im Gemeinderat mitzubestimmen, die ein möglichst schnelles klimaneutrales Leben ermöglichen nach dem Motto: lokal handeln, global denken.

Konkrete Maßnahmen für Kommunen sind bekannt:
Bewahrung von Naturschutzflächen für eine gesunde Artenvielfalt Förderung einer guten Bus-, Bahn- und Fahrradinfrastruktur
Energiesparmaßnahmen und der Ausbau der erneuerbaren Energien Unterstützung einer nachhaltigen und ökologischen Bodennutzung, mehr pestizidfreie Ackerzonen.

Ich möchte mich hierfür einsetzen und hoffe auch ihr wollt uns dabei unterstützen !

 

Roland Ernst

Donnerstag, 01. Juli 2021 von Redaktion

Roland Ernst

Jahrgang 1946, Friedrichsfehn, Zahnarzt und Rentner

Geboren und aufgewachsen in Herne im damals stein(kohle)reichen, aber schmutzigsten Ruhrgebiet. Die Sehnsucht der jungen Familie (3 Kinder) nach frischer Luft und grünen Wiesen hat uns 1980 eher zufällig nach Friedrichsfehn geführt, wo meine Frau und ich bis 2013 unsere Zahnarztpraxis betrieben haben.

Neben dieser freiberuflichen Tätigkeit war ich über viele Jahre tätig als Bundesvorsitzender einer „alternativen“ Zahnärzteorganisation mit Schwerpunkten auf der Gesunderhaltung und dem gerechten Zugang von Sozialversicherten zu hochwertigen zahnärztlichen Leistungen. Und wenn es die Zeit zuließ, hat mich über viele Jahre regelmäßig die zahnärztliche Entwicklungshilfe nach Afrika und Südostasien verschlagen.

Ich kandidiere, weil ich nach 40 Wohlfühl-Jahren in meiner „neuen“ Heimat Edewecht mit meinem Engagement und meiner Erfahrung gern etwas zurückgeben möchte. Auch die nächsten Generationen sollen so frei und sicher in einer gesunden Umwelt und liebenswerten Nachbarschaft aufwachsen und leben können wie ich es mit meiner Familie erleben durfte und darf.

Schwerpunkte meines Engagements neben dem Kampf gegen die Folgen des Klimawandels wird u.a. der Erhalt und Ausbau des Schwimmbades und anderer kommunaler Sport-, Freizeit- und Gemeinschaftseinrichtungen und die Integration von Randgruppen in die Gemeinde (z.B. mit bezahlbarem Wohnraum) sein.

 

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