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Antrag: Erweiterung der Mitgliedschaft im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“

Sonntag, 26. Mai 2019 von Uwe He-Wi

Sehr geehrte Frau Lausch, Hallo Petra!

Für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stelle ich folgenden Antrag:

Die Gemeinde Edewecht erweitert ihre  von einer assoziierten Mitgliedschaft auf eine Vollmitgliedschaft.

Begründung:

Im Jahre 2010 ist die Gemeinde Edewecht auf Antrag der GRÜNEN als assoziiertes Mitglied dem „Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten.

Natürliche und juristische Personen, die die Ziele des Vereins unterstützen, können assoziierte Mitglieder werden. Sie erhalten dadurch Teilnahme- und Informationsrechte an den Aktivitäten des Vereins, haben aber kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.

„Wir zerstören die Basis unserer Wirtschaft, Lebensgrundlage, Nahrungssicherheit, Gesundheit und Lebensqualität weltweit“, sagt Robert Watson, Vorsitzender des Weltbiodiversitätsrates IPBES der UN. Er und seine KollegInnen aus 50 Ländern fordern eine „tiefgreifende, systemweite Veränderung der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren, einschließlich der Ziele und Werte.“

„Nur mit einem tiefgreifenden Wandel können wir die Natur noch erhalten, wiederherstellen und nachhaltig nutzen“, sagt Robert Watson in einem Bericht des Weltbiodiversitätsrats an die Menschheit

Dies ist das Fazit einer dreijährigen Metastudie von 150 Biolog*innen, Ökolog*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die Studien zum Leben von Tieren und Pflanzen ausgewertet hat.

Zwei Drittel der Meere und 60 Prozent der Landökosysteme sind geschädigt. Auch wir in unserer kleinen Gemeinde Edewecht haben unseren Anteil daran, denn den Städten und Gemeinden kommt bei der Zerstörung und Erhaltung der Biodiversität eine wesentliche Rolle zu, sind doch zahlreiche tägliche Entscheidungen in der Kommunalpolitik für den Natur-, Lebensraum- und Artenschutz von großer Relevanz. Vom Thema Innenentwicklung als Instrument des Freiraumschutzes, über die ökologische Bewirtschaftung und Pflege von Grünflächen, Äckern und Wäldern bis hin zur Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten oder Maßnahmen zum Klimaschutz reicht die Palette der Aktivitäten von Gemeinden und Landkreisen, mit denen die Artenvielfalt erhalten und verbessert werden kann.

Ein logischer weiterer Schritt wäre nun endlich die Mitgliedschaft im „Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt“ auf eine Vollmitgliedschaft zu erweitern und im Rahmen des Bündnisses den Schutz der biologischen Vielfalt konsequent innerhalb und außerhalb der Gemeinde zu verfolgen.

Viele Grüße

Uwe Heiderich-Willmer

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