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A20 – eine Lösung von Vorgestern für ein Problem von gestern

Freitag, 28. Mai 2021 von Hergen Erhardt

v.l.: Georg Köster, Hergen Erhardt, Susanne Miks, Bernd Janßen und Stefan Töpfel aus der GRÜNEN Kreistagsfraktion,   Bild: Grüne Ammerland

Die Grüne Fraktion im Ammerländer Kreistag besucht das Protest-Camp gegen die A20.  „Wir wollen die Aktivisten ganz handfest mit einer Kiste mit regionalen und ökologischen Produkten unterstützen“, begründet Fraktionssprecher Georg Köster die Aktion.
Hergen Erhardt, der zweite Fraktionssprecher, ist überrascht über die freundliche und offene Diskussion: „Wir sind in den Gesprächen mit den jungen Leuten – natürlich mit Abstand – sehr schnell auf Themen gekommen, die uns gemeinsam bewegen: Naturzerstörung in Wald und Moor, CO2 und Klimawandel, Energiewende und Grenzen des Wachstums.“
Stefan Töpfel meint: „Engagierte junge Leute mit Durchhaltewillen für eine gute Sache. Ich werde noch häufiger dorthin fahren.“
Susanne Miks stellt klar: „Für die Grünen im Ammerländer Kreistag sprechen die Argumente eindeutig gegen den Bau der A20. Gut, dass der Widerstand gegen das unsägliche Projekt auf mehr Schultern verlagert wird. Wir unterstützen den friedlichen Protest, wie wir ihn hier kennengelernt haben!“
Eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wäldern, Wiesen und Mooren wird zerschnitten und zerstört. In Garnholt sollen Waldflächen gerodet werden, die zu den wertvollsten im ganzen Ammerland zählen: hier wachsen Einbeeren, Primeln und Goldstern; ein Fischadlerpaar wurde unsanft beim Errichten des Nestes durch Kappen ihres Horstbaumes gestört.Moorflächen gehen unwiederbringlich verloren und setzten zusätzlich CO2 frei, das ohnehin reichlich beim Bau einer Autobahn anfällt.
Die Kompensationsmaßnahmen sind ein Fiasko. Die wohl größte Orchideen Wiese im Nordwesten wurde einplaniert, um Kiebitz-Flächen anzulegen, die beim Bau der A20 verstört werden.
Bedarf und Ausnutzung der Strecke werden schön gerechnet und der erwünschte Nutzen wird sich nicht einstellen. Wer ist im Stande in diesem Falle Verantwortung zu tragen?

Die GRÜNE Kreistagsfraktion im Gespräch mit den A20-Campbewohnern, Bild: Grüne Ammerland

Bernd Janßen gibt zu bedenken: „Der Bau der A20 ist unwirtschaftlich und für unsere Region sogar insgesamt schädlich. Die Kosten laufen völlig aus dem Ruder und die Milliarden Beträge wären besser in der Ertüchtigung der Bahn angelegt. Werden die Befürworter die Verantwortung übernehmen, wenn das Projekt wie zu befürchten ein Misserfolg wird?“
Die Grüne Kreistagsfraktion: „Wir fordern im Ammerland eine nachhaltige und klimagerechte Wirtschaftsförderung, die den Bau der A20 verhindert und auf zukunftsorientierte Innovationen setzt.“

 

Eine Antwort zu “A20 – eine Lösung von Vorgestern für ein Problem von gestern”

  1. Katharina sagt:

    Toll, dass ihr die Aktivisten unterstützt! Ich freu mich über die klare Haltung zur A20 und wünsche mir, dass es noch einen Weg gibt, dieses unsinnige Projekt aufzuhalten.

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