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Tschernobyl nicht vergessen!

Mittwoch, 22. April 2009 von Uwe He-Wi

Mit den Grünen wird es keine Renaissance der Atomkraft geben

„Auch 23 Jahre nach dem Gau in Tschernobyl sind die katastrophalen Folgen immer noch sichtbar – und trotzdem halten schwarze und gelbe Atomlobbyisten nach wie vor an der Atomenergie fest, konstatierte Peter Meiwald, Kreisvorsitzender von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Ammerland, heute. „Gerade im direkten Umfeld des AKW Esenshamm, in dem wir im Ammerland leben, erfahren wir am eigenen Leib, wie Kraftwerksbetreiber, Lobbyisten und Kommunalpolitiker daran arbeiten, den vertraglich festgeschriebenen Atomausstieg zu umgehen und eine Laufzeitverlängerung für den abgeschriebenen Atommeiler zu erwirken.“

„Spätestens seit Tschernobyl sollte jedoch jedem klar sein: Atomkraft ist lebensgefährlich, teuer, schützt das Klima nicht und erzeugt hochgefährlichen Müll, den bisher niemand sicher entsorgen kann“, betont Peter Meiwald. Daher sei der Ausstieg aus der Atomenergie heute noch genau so unabdingbar wie gestern. „Die erfolglose, von Pannen begleitete Suche nach einer sicheren Endlagerlösung lässt nur eine Konsequenz für die Atomenergie zu: Kein Ausstieg aus dem Ausstieg! Keine Laufzeitverlängerungen für AKWs!“, fordert der Kreisvorsitzende.

„Die Atomkonzerne führen Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Munde, doch in Wahrheit geht es um Profit und Macht. Sie wollen maximale Gewinne aus den alten, längst abgeschriebenen Meilern herausholen und gleichzeitig die Machtstrukturen auf dem Energiemarkt für die Zukunft zementieren“, kritisiert Peter Meiwald. Mit der Angst vor einer angeblichen „Stromlücke“ und dem Lockmittel Strompreissenkung solle die Akzeptanz für die Atomkraft erhöht werden. „Doch das ist Augenwischerei.

Die „Stromlücke“ ist eine Mär, und eine Laufzeitverlängerung würde zusätzliche Milliardengewinne in die Kassen der Stromkonzerne spülen“, empört sich Peter Meiwald.

Der Kreisvorsitzende kündigt an: „Einem Rückfall ins Atomzeitalter werden wir Grüne uns mit aller Kraft entgegenstellen! Deswegen werden wir auch in diesem Jahr den Tschernobylgedenktag zum Anlass nehmen, gemeinsam mit vielen anderen Organisationen, Verbänden und Parteien für einen konsequenten Atomausstieg und den raschen Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung zu kämpfen!“

Unter dem Motto „Sicher ist nur das Risiko!“ gibt es vom 24. bis zum 26.

April in Westerstede, Oldenburg und Bad Zwischenahn Aktionen und Informationen rund um die Gefahren der Atomkraft.

Am Freitag, 24. April, ab 10.00 Uhr sind die GRÜNEN auf dem Westersteder Wochenmarkt mit einem Informationsstand vertreten.

Am Samstag, 25. April, geht es um 10 Uhr in der Oldenburger Innenstadt los. Zahlreiche Organisationen und Initiativen werden am Lefferseck erwartet. Es gibt Informationen, Diskussionen und „Atomkekse“. Außerdem sind verschiedene Aktionen geplant.

Am Sonntag, 26. April, findet um 17 Uhr im Haus Feldhus, Bad Zwischenahn, ein Lichtbildervortrag von Ulrich Uffrecht zu verschiedenen Aspekten der Atomstromerzeugung statt. Hierzu laden GRÜNE, SPD, DGB, BUND, NABU, Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V. und Westerstede Solar e.V. alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen zum Thema könne Sie hier runterladen

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