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Kleinwindräder – jede Menge ungenutztes Potential

Samstag, 09. Juli 2011 von Redaktion
40 Interessierte nutzten die 2-stündige Betriebsführung durch Firmeninhaber Kai-Uwe Broek

40 Interessierte nutzten die 2-stündige Betriebsführung durch Firmeninhaber Kai-Uwe Broek

Auf große Resonanz stieß heute die Einladung der Ammerländer GRÜNEN zu einem Besuch beim Kleinwindradbauer AIRCON im benachbarten Landkreis Leer. Rund 40 Interessierte nutzten die 2-stündige Betriebsführung durch Firmeninhaber Kai-Uwe Broek, um sich über technische Details des kleinen High-Tech-Kraftwerks AIRCON 10-S zu informieren.

Neben den innovativen technologischen Lösungen, die das kleine Leeraner Unternehmen für den Weltmarkt produziert, erfuhren die Besucher von dem engagierten Unternehmer allerdings auch, dass der Standort Deutschland für Kleinwindkraftanlagenbauer im internationalen Vergleich zur Zeit ein besonders schlechter ist, so dass bisher die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen leider nicht möglich ist.

Eine völlig ungenügende Vergütung für nicht selbst verbrauchten Windstrom – 9 ct in Deutschland gegenüber beispielsweise 30 ct/KWh in England – und eine völlig uneinheitliche, aber sehr restriktive Genehmigungspraxis für Kleinwindräder sorgen dafür, dass AIRCON trotz eines sehr überzeugenden technischen Konzeptes zum wirtschaftlichen Überleben auf die Märkte der Nachbarländer, insbesondere England, Dänemark und Belgien angewiesen ist.

Aircon-Generator

Aircon-Generator

Viele Teilnehmer der Besuchergruppe aus dem Ammerland liebäugeln selbst mit einer Kleinwindanlage, doch wurde schnell deutlich, dass hierzu an den politischen und administrativen Rahmenbedingungen in Niedersachsen noch einiges zu ändern ist, bevor dies wirtschaftlich sinnvoll z.B. für einen Gartenbaubetrieb ist.

GRÜNEN-Kreisvorstand Peter Meiwald verwies dazu in der Abschlussdiskussion mit Kai-Uwe Broek auf den Antrag, den der grüne Landesparteitag im Februar auf Initiative der Ammerländer GRÜNEN zur Förderung der Kleinwindkraft beschlossen hat. Gerade vor dem Hintergrund der jetzt allerorten propagierten Energiewende sei es völlig unverständlich, dass die großen Chancen dezentraler Energieerzeugung durch kleine Windräder auch zur Entlastung der Übertragungsnetze von der deutschen Politik nicht erkannt würden. Auch die gerade vom Bundestag gegen die Stimmen der GRÜNEN beschlossene EEG-Novelle bringt noch immer keine echte Verbesserung für diese umweltschonende Stromerzeugung. Von der Niedersächsischen Landesregierung erwarten  die GRÜNEN eine rasche Vereinfachung des Baugenehmigungsverfahrens für Kleinwindkraftanlagen.

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