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Rasante Landschaftsveränderung in Edewecht

Dienstag, 14. August 2012 von Hergen

Nördlich der Lajestraße gibt es seit diesem Jahr neue Maisflächen. Ehemalige Baumschulflächen werden jetzt als Acker genutzt. Das allein ist sicher keine Meldung wert.

Apfelbäume säumen den ehemaligen Weg entlang der Espergöhler Bäke

Aber warum sind die Wege entlang der Espergöhler Bäke und der Wallhecke dem Maisacker zugeschlagen worden und somit vernichtet?

Maisacker bis an die Wallhecke, der Weg ist weg.

 

bis an den Waldsaum, der Weg ist verschwunden

Die Landwirtschaft steht sicherlich unter besonderem Druck, jede Fläche muss gewinnbringend genutzt werden. Die zunehmende Nutzungsintensität bedeutet aber auch, dass immer mehr wertvollen Strukturen in unserer Landschaft verloren gehen. Hier fallen nicht nur die Wege dem Pflug zum Opfer, auch die ökologisch wertvollen Bereiche werden zerstört. Das natürliche Fließgewässer wird von den Seiten bedrängt, die Wallhecke verliert ihren Übergangsbereich. Die Landschaft ist nachhaltig geschädigt und entwertet.

Wasserspeicher am Schöpfwerk in Süd-

Erdarbeiten für den Hochwasserschutz

Zurzeit wird in Süd-Edewecht ein Regenrückhalt größeren Ausmaßes gebaut. Hier soll neben dem Wasser der vorgenannten Espergöhler Bäke auch das des Logenstreeks aufgenommen werden. Auch ein solches „Technisches Bauwerk“ kann in unserer ausgeräumten Landschaft wichtige ökologische Funktionen wahrnehmen. Allerdings wird hier großflächig die gewachsene Bodenstruktur zerstört. Die natürliche winterliche Dynamik der Überschwemmung wird unterbunden und stellt einen drastischen Eingriff in den Naturhaushalt dar.

Der anfallende Erdaushub wird auf Landwirtschaftliche Flächen wie hier an der Süddorfer Straße / Bahnweg ausgebracht. Werden diese Bereiche damit „Maisfähig“ gemacht.

Gerade der Bereich Süd-Edewecht musste in den letzten Jahren einen verheerenden Zuwachs des Maisanbaus erleben müssen. Wertvolle Landschaftsteile wie beispielsweise Eichenreihen, die früher  Weidenränder säumten, gehen im Mais unter.

Eichenreihe im Mais eingezwängt; Rickelpfähle deuten noch auf die angestammte Grünlandnutzung hin.

Insgesamt zeigen all diese Beispiele einen dramatischen Verlust an typischer Landschaft, ökologischer Wertigkeit und unserer Heimat.

Die Politik äußert immer wieder Willensbekundungen, etwas gegen die Vermaisung unserer Landschaft zu tun. Der Edewechter Gemeinderat hat dazu eine Biodiversitätserklärung unterschrieben: https://gruene-edewecht.de/loewenzahn/loewenzahnonline2010/gruene-beantragen-unterzeichnung-der-deklaration-biologische-vielfalt-in-kommunen-und-beitritt-zum-buendnis-fur-biologische-vielfalt/

Hierin erkennt die Gemeinde die Wichtigkeit des Artenreichtums unserer Landschaft an und verpflichtet sich, bei alle Planungen auf diese zu achten.

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