Logo Löwenzahn Foto Löwenzahn

GRÜNE lehnen nach wie vor eigenständiges Gymnasium in Edewecht ab

Montag, 21. September 2009 von Uwe He-Wi

Die Edewechter Grünen sehen in einem eigenständigen für nur Nachteile. Die Schulform der 1. Wahl bleibt für die Edewechter Grünen die IGS, welche die höchste Chancengleichheit bietet

Ein eigenständiges Gymnasium in Edewecht lehnen die Edewechter Grünen nach wie vor ab, denn es wird ein Rumpfgymnasium bleiben. Die schlechten Erfahrungen der Oldenburger mit den Kurzform-Gymnasien in Flötenteich und Kreyenbrück müssen in Edewecht nicht wiederholt werden. Ein eigenständiges Gymnasium, möglicherweise bis zur 12. Klasse, wird ein echtes Problem mit den Kursangeboten in der Oberstufen nach sich ziehen, denn die Kurse müssen eine bestimmte Zahl von Schülern aufweisen, die dann nicht mehr gewährleistet wäre. Das Risiko wäre dann groß, dass in Edewecht viele Kurse

Die Außenstelle des GZE am Göhlenweg in Edewecht

Die Außenstelle des GZE am Göhlenweg in Edewecht

nicht stattfinden können. Es ist zu erwarten, dass es dann zu Abwanderungen kommt nach Oldenburg kommt, insbesondere aus Friedrichsfehn.

Aber auch ein eigenständiges Gymnasium bis Klasse 9 oder 10 würde enorme Nachteile bringen. „Wenn das Gymnasium in
Edewecht nur bis zur 9. oder 10. Klasse selbstständig wird, dann gibt es einen schmerzhaften Wechsel in eine größere Schule mit anderen Lehrern, wobei noch zu betrachten wäre, dass die in Klasse 11 erworbenen Noten in die Abiturwertung eingehen. Ich spreche aus Erfahrung, “ erklärt der pensionierte Gymnasiallehrer und Ortverbandsvorsitzende der Grünen Edewecht Jack Morin.

Die abwegige Idee eines eigenständigen Gymnasiums in Edewecht, egal in der Kurz- oder Langform, kann nur emotional von den vorangegangenen Erfahrungen mit den ersten Jahrgängen herstammen. Eine noch engere Kooperation mit dem Stammhaus, und klare organisatorische Nachbesserungen, so unsere Überzeugung, würden den größten Teil der Missstände beseitigen.

Die Grünen sehen im Übrigen die IGS als die einzige Schulform, die Chancengleichheit mit qualitätsvoller Allgemeinbildung verbindet. Der starke Anteil an Kindern mit familiärer Migrationsvergangenheit und auch aus einfachen Sozialverhältnissen lassen diese Form besonders hervorheben. Sie ist übrigens in sehr vielen europäischen Ländern zu finden.

Edewecht betreffend, bleibt für die Grünen leider nur festzustellen, was sie in der letzten Schulausschusssitzung bereits betonten: Im Augenblick ist an eine IGS in Edewecht. nicht zu denken. Sie scheitert an den Vorgaben der schwarz-gelben Landesregierung aus CDU und FDP.

Hervorzuheben ist auch diesbezüglich ihre Position: „Es gibt im Ammerland eine nicht unbeträchtliche Zahl von Eltern, die diese Form wünschen. Auch wenn sie nicht in der Mehrheit sind, ist es seitens der Politiker unverantwortlich bzw. undemokratisch ihre Wünsche zu übersehen. Es wäre also zu wünschen, dass eine IGS im Ammerland die Schullandschaft bereichere, “ betont der Ortverbandsvorsitzende und künftige GRÜNE Ratsherr Jack Morin

Lesen Sie auch im Löwenzahn vom 27.04.09

ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*