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Die GRÜNEN laden zum Runden Tisch ein

Dienstag, 27. Mai 2008 von Uwe He-Wi

Die Edewechter Grünen möchten einen Umdenkprozess in dem Umgang und der Pflege der gemeindeeigenen Grünflächen und Bäume anstoßen und damit einen behutsameren Umgang mit der Natur erwirken.

Im Rahmen der routinemäßigen Baumpflegearbeiten oder in speziellen Fällen es kommt es immer wieder zu „Kahlschlagaktionen“,  die empörte Anrufe von Bürgern und Bürgerinnen bei den Edewechter Grünen zur Folge haben. Jüngste

Kahlschlag in der Bahnhofsstraße

Kahlschlag in der Bahnhofsstraße

Beispiele sind die Kastanienallee, hinter der Tonkuhle oder auch beim geplanten Aldineubau in Friedrichsfehn. Viele Bürger fragen sich, müssen es immer solche radikalen Fällaktionen sein, oder kann man den alten wertvollen Baumbestand nicht in das Baukonzept des Supermarktes integrieren, oder könnten nicht kranke Bäumen die Chance bekommen sich zu erholen.?

Andererseits werden die Auflagen zu Neuanpflanzungen bei großen Neubauprojekten in den seltensten Fällen freiwillig zeitnah erfüllt, so z.B. beim neuen Combi-Markt auf dem Heinje-Gelände und dem Möbel- bzw. Sonderpostenmarkt auf dem Steinhoff-Gelände an der Bahnhofstraße, hier sind eigentlich noch Anpflanzungen zu tätigen.

Um einen Umdenkungsprozess in Gang zu setzen lädt nun der Ortsverband der Grünen zu einen Runden Tisch ein. Eingeladen sind die Bürgermeisterin nebst den zuständigen Vertretern der Verwaltung und die Fraktionsvorsitzenden aller im Rat vertretenen Parteien. Die Grünen möchten auf diese Wege mit allen Verantwortlichen ins Gespräch kommen, und gemeinsam einen Konsens über einen behutsamen und nachhaltigen Umgang mit der Natur in Edewecht entwickeln.

Das Zusammentreffen soll am 22. September diesen Jahres im Schützenhof in Edewecht als geschlossene Veranstaltung stattfinden. Über das Ergebnis werden wir an dieser Stelle berichten.

 

Renaturierung am Roten Steinweg nicht gescheitert

Sonntag, 25. Mai 2008 von Hergen

Die Einspruchsfrist zur zweiten Bürgerbeteiligung zum geplanten Wohnpark „Holtsee“ ist abgelaufen aber die öffentliche Diskussion hält an. Ein Bericht von Dipl. Biologe Hergen Erhardt

In einem Punkt möchte ich diese Diskussion versachlichen bzw. richtigstellen. In der vorgelegten Planung wird von der Tatsache gesprochen, dass die vorgesehene Renaturierung am Roten Steinweg gescheitert sei. Diese Behauptung ist gegenstandslos.

Diese Landschaft soll durch natürliche Sukzession renaturiert werden

Diese Landschaft soll durch natürliche Sukzession renaturiert werden

In der Planung heißt es: „Die laut Planfeststellungsbeschluss durch den Landkreis Ammerland festgelegte Folgenutzung einer Rekultivierung der natürlichen Sukzession wurde nicht umgesetzt. Die bereichsweise vor Jahren vorgenommen Anpflanzungen wurden zum Teil bereits wieder zerstört, da das Gelände in den zurückliegenden Jahren insbesondere in den Sommermonaten durch „wilde“ Nutzungen wie Baden, Camping und Partys in rechtswidriger Weise betreten wurde. Die Folgenutzung einer natürlichen Sukzession wird wegen der zahlreichen „wilden“ Nutzungen nicht eintreten.“

Die natürliche Entwicklung eines Gebietes (Sukzession) kann nicht durch eine Rekultivierung hergestellt werden, sie stellt sich ein. Es kann nur darum gehen, Voraussetzungen für eine positive Entwicklung zu schaffen.

Eine Anpflanzung ist gerade auf nährstoffarmen Rohböden abzulehnen und vereitelt seinerseits die natürliche Sukzession. Die angeführte „Zerstörung“ der Anpflanzung ist im Sinne des Naturschutzes nicht negativ zu bewerten.

Der naturschutzrelevante Wert der Landschaftsentwicklung besteht nicht im Endstadium, der Bewaldung, sondern in der dynamischen Entwicklung dorthin. Gerade die Anfangsphase, die offene Landschaft, gibt einer Vielzahl von

Sand- und Kiesgruben können ein Ersatz für Landschaftselemente sein, die heute sehr selten geworden sind

Sand- und Kiesgruben können ein Ersatz für Landschaftselemente sein, die heute sehr selten geworden sind

Pflanzen und Tieren eine Lebensgrundlage. Sand- und Kiesgruben können ein Ersatz für Landschaftselemente sein, die heute sehr selten geworden sind: Binnendünen, unbegradigte Gewässer mit Abbruchkanten und Sandbänken, offene und nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen. Gelegentliche Störungen sind in solchen Ersatzbiotopen eher zu begrüßen, da sie die wertvolle Dynamik erhöhen (wo wäre die Lüneburger Heide ohne den Eingriff des Menschen?).

Die Aussage, dass die Folgenutzung nicht umgesetzt sei, ist falsch. Auch die Vermutung, dass eine natürliche Sukzession nicht eintreten werde, ist nicht nachvollziehbar. Der Bereich entwickelt sich bestens! Da die angebliche Tatsache der Nichtumsetzbarkeit einer natürlichen Sukzession unhaltbar ist, ergibt sich keine Veranlassung für eine Nutzungsänderung insbesondere eine Bebauung.

Als Fazit ist festzuhalten: der See am Roten Steinweg – so wie er jetzt ist – stellt eine der wenigen Perlen für Natur und Landschaft in der Gemeinde Edewecht da. Eine Bebauung darf hier unter keinen Umständen erlaubt werden.

KAFFEEFAHRT nach HAMBURG – Mit den GRÜNEN in die große Stadt

Mittwoch, 21. Mai 2008 von Uwe He-Wi

Der Kreisverband Ammerland von Bündnis 90/DIE GRÜNEN lädt alle Interessierten herzlich ein, am 31. Mai mit nach Hamburg zu einer interessanten Exkursion zu fahren.

Das gerade angesichts der Globalisierungsdebatte wieder hochaktuelle Thema „fairer Handel“ bildet den ersten Schwerpunkt der Fahrt mit einem Besuch im Regionallager des Fairtrade-Großimporteurs gepa.

Anschließend gibt es die Möglichkeit mit einem Vertreter der Hamburger GRÜNEN erste Eindrücke und Erfahrungen mit einer schwarz-grünen Landesregierung zu diskutieren.

Den Abschluss der Tour bildet eine „alternative Hafenrundfahrt“ Die Alternative Hafenrundfahrt zeigt:

•     welche Auswirkungen die Elbvertiefungen haben;

•     wie Hafen und Industrie die Landschaft und ganze Dörfer verschlingen;

•     wie die Elbe zum Schifffahrtskanal verbaut wird;

•     wie Hafenwirtschaft und Politiker die Sache sehen und neue Arbeitsplätze versprechen, die dann nicht entstehen;

•     warum Stadtteile für die Hafenerweiterung vernichtet wurden;

•     warum Betriebsgelände im Hafen bis in eine Tiefe von 50 Meter verseucht sind;

•     wo und wie das mit Schadstoffen belastete Baggergut aus dem Hafen entsorgt wird;

•     warum es immer noch Fischsterben und Sauerstofflöcher gibt;

•     warum das Baden in der Elbe langfristig nicht möglich sein wird;

•     und was Sie das alles kostet.

Die Alternative Hafenrundfahrt ist aber keine reine „Umweltfahrt“, es werden auch die Wechselwirkungen von Ökologie, Wirtschaftsweise, Standort-, und Sozialpolitik am Beispiel Hafen aufgezeigt. An konkreten Orten werden die Schattenseiten des Hafens beleuchtet und erfahrbar gemacht.

Treffpunkt ist am 31. Mai um 8.00 Uhr am ZOB in Westerstede, Rückkehr gegen 22.00 Uhr. Um Anmeldung unter 04488/8604071 oder peter.meiwald [at] gruene-wst.de wird bis zum 27.05.08 gebeten.

Roter Steinweg: Bürger in Friedrichsfehn sollen für dumm verkauft werden

Dienstag, 20. Mai 2008 von Uwe He-Wi

Der Investor schlägt zurück, mit solch einem großen Widerstand hat er wohl nicht gerechnet, in der NWZ vom 20.05.08 droht Decker unverfroren mit weiterem Sandabbau am Roten Steinweg um sein Projekt durchzusetzen. Ein Kommentar von Uwe Heiderich-Willmer

Es ist schon unglaublich mit welcher Unverfrorenheit Herr Decker hier versucht ein ganzes Dorf zu verschaukeln. Er behauptet, auch wenn die Politik sich für einen Planungsstop entscheiden würde, würde das Gelände nicht so bleiben wie es ist. Nun ist ihm als Kreistagsabgeordneter sicher auch bekannt, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde liegt. So lange wie es keine Änderung des Flächennutzungsplanes und keinen Bebauungsplan gibt, ist dieses Areal Außenbereich, das von Bebauung freizuhalten ist. Obendrein besteht für das Gelände eine Auflage, die als Folgenutzung des Sandabbaus eine Renaturierung der Landschaft in Form einer natürlichen Sukzession vorsieht. Daher kann der Käufer dieses Geländes es gerne als Biotop pflegen, mehr auch nicht.

Mit einem potentiellen Sandabbau zu drohen, für den Fall dass sein Projekt nicht zu verwirklichen ist, ist schon sehr abenteuerlich. Dass hier eine Vielzahl von Auflagen zu verwirklichen sind, um eine erneute Abbaugenehmigung zu bekommen, weiß Herr Decker genau. Auch sind ihm die Probleme die es in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Sandabbau gab mit Sicherheit bekannt. Diese Probleme wie z.B. eine konfliktfreie Erschließung des Geländes sind Bestandteile eines Genehmigungsverfahrens und machen eine Genehmigung nicht einfach, ganz zu schweigen von dem scharfen Wind der Bürgerinitiative, der auch einem potentiellen Sandabbauunternehmen ins Gesicht wehen wird.

Dass er als Investor schon Zugeständnisse gemacht hat, ist glatt gelogen. Die Bebauung entlang der Bundesstraße ist von vornherein als nicht genehmigungsfähig wegen zu großer Lärmemissionen verworfen worden. Die Gastronomie wurde von der politischen Mehrheit sofort abgelehnt, hierbei handelt es sich also keineswegs um Zugeständnisse, sondern um Vorgaben die Herr Decker zu akzeptieren hat. Und den Rundweg als sogenannten Kompromiss bei der Frage des öffentlichen Zugangs zum See herauszustellen, ist der blanke Hohn. Der überwiegende Teil des Rundwanderweges hat keine Beziehung zum See. Von den insgesamt ca. 3 Kilometern Länge verlaufen über 2 km an der Bundesstraße oder hinter den Gärten der künftigen Bewohner entlang.

Herr Decker macht es seinen Edewechter Parteifreunden nicht leicht. Sie müssen sich entscheiden, handeln nach den Wünschen der Wähler und Wählerinnen oder den Wünschen des Parteifreundes. Nun könnte die Edewechter CDU es sich dennoch leicht machen und sagen wir haben gar keine Wähler in Friedrichsfehn, also können wir uns auch nicht nach ihnen richten. Aber ob das so schlau wär …? Und die SPD muss aufpassen, dass sie in Friedrichsfehn nicht das gleiche Schicksal erfährt.  Die Wähler und Wählerinnen haben es in der Hand.

Die engagierten Bürger sollten sich daher nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern mit dem gleichen Druck weitermachen. Solche Zeitungsartikel sind Zeichen der Wirkung, dem Herrn Decker brennt der Kittel.

BI Roter Steinweg schreibt allen Ratsmitgliedern

Sonntag, 18. Mai 2008 von Uwe He-Wi

In einem zweiseitigen Brief wendet sich nun die Bürgerinitiative an jedes einzelne Ratsmitglied. Mit dem Schreiben werden die Ratsmitglieder über bereits bekannte Stellungnahmen im Planverfahren für das potentielle exklusive Wohngebiet am Roten Steinweg See informiert. Die Ratsmitglieder sollen damit die Gelegenheit erhalten, frühzeitig die in der Diskussion um das Wohngebiet eingebrachten Argumente der Bürger und Bürgerinnen in ihren Meinungsbildungsprozess einzubeziehen.

Weiter wird in dem Schreiben nochmals betont, dass man mit jedem einzelnen Ratsmitglied ins Gespräch kommen möchte, denn leider hat es bei früheren Kontaktaufnahmen schon Absagen gegeben. So zeigte  sich der Bauausschussvorsitzende und SPD-Mitglied Wolfgang Krüger aus Osterscheps wenig gesprächsbereit. Er hat bereits vor zwei Wochen eine Einladung zum Meinungstausch ausgeschlagen, es bestünde kein Interesse. Herr Krüger denkt wohl, was geht mich als Schepser Friedrichsfehn an, ob er sich da nicht irrt. Als Bauausschussvorsitzender sollte er doch mehr Weitblick besitzen und über die Schepser Grenzen hinausschauen.

Aber auch aus den Reihen der CDU gibt es eine Absage, hier hat der Ratsherr Brunßen ablehnend auf einen Gesprächswunsch von der Bürgerinitiative reagiert.  Hat er Friedrichsfehn schon aufgegeben? Mit solch einer Ignoranz wird er nicht dazu beitragen, dass es nach der nächsten Wahl wieder CDU-Vertreter aus Friedrichsfehn im Rat gibt.  Und die nächste Wahl kann schneller kommen als ihm lieb ist.

Lesen Sie den Brief hier im Wortlaut

Zur Vorbereitung weiterer Aktionen trifft sich die Initiative immer

Donnerstags, 20:00 Uhr in der Gaststätte  Neue Weide, Friedrichsfehn

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Wenn Sie Kontakt mit der Bürgerinitiative aufnehmen wollen, schreiben Sie an: hiltrud_engler [at] web.de .

Edewechter Ortsverband der Grünen wählt Vorstand neu

Montag, 05. Mai 2008 von Uwe He-Wi

Bei ihrer kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung haben die Edewechter Grünen einstimmig ihren Vorstand neu gewählt. Wiedergewählt wurden Jack Morin und Hergen Erhardt, neu in den Vorstand wurde Jan-Dirk Jacobs gewählt. Er ersetzt das ehemalige Vorstandsmitglied Uwe Martens, der sich aus berufliche Gründen nicht erneut zu Wahl stellte.

Das neue Vorstandstrio wird künftig gleichberechtigt als Vorstandsteam agieren, wenn gleich auch Zuständigkeiten verteilt wurden. Für die Pressearbeit ist Jack Morin als Pressesprecher zuständig, die internen Formalien erledigt Jan-Dirk Jacobs als Schriftführer und die Finanzen verwaltet Hergen Erhardt als Kassenwart.

Von links nach rechts sehen Sie auf dem Foto Hergen Erhardt, Jack Morin und Jan-Dirk Jacobs

1321 Unterschriften für einen Planungsstop am Roten Steinweg übergeben

Donnerstag, 01. Mai 2008 von Uwe He-Wi

Viele Friedrichsfehner Bürger fordern einen Planungstop

Zum Ende der Auslegungsfrist des Bebauungsplanes Nr. 159 am Roten Steinweg See  hat die Bürgerinitiative „Roter Steinweg See“ am 30. April  1321 Unterschriften im Edewechter Rathaus Bürgermeisterin Petra Lausch übergeben. In

Am 30. April wurden 1321 Unterschriften im Edewechter Rathaus Bürgermeisterin Petra Lausch übergeben

Am 30. April wurden 1321 Unterschriften im Edewechter Rathaus Bürgermeisterin Petra Lausch übergeben

kürzester Zeit wurde diese große Anzahl von Unterschriften zusammengetragen. Die Bürgerinitiative spricht sich für einen sofortigen Stop der Planungen aus. In ihrem Flugblatt zur Unterschriftenaktion setzten sich die BI-Mitglieder für den Erhalt von Natur und Landschaft ein, sie möchten gleichzeitig das Erleben der Natur und eine damit  verbundene Naherholung für alle Bürger ermöglichen. Laut Bürgerinitiative herrscht in der Friedrichsfehner Bevölkerung eine große Enttäuschung darüber, dass die Bedürfnisse der ortsansässigen Bevölkerung zugunsten eines Investors zurückgestellt werden. Der geplante Rundweg wird in diesem Zusammenhang als unzureichend abgelehnt und lediglich als eine Beruhigungsmaßnahme empfunden.

Auch eine Gesamtplanung für die Gemeinde, die die Ausgewogenheit von Wohnen, Rohstoffgewinnung und Naherholung sicherstellt wird in dem Flugblatt eingefordert. Eine Forderung, die Edewechter Grünen uneingeschränkt unterstützen. Eine Neuauflage des überalterten Flächennutzungsplanes, der jetzt zum 73. mal geändert wird, eine behutsame Bauleitplanung für eine nachhaltige Entwicklung sowie die Erstellung eines Grünflächenplanes  zum Erhalt von ökologisch wertvollen Flächen stehen schon lange auf der Liste Grüner Forderungen. Die Edewechter Grünen freuen sich sehr über den großen Zuspruch den die Bürgerinitiative aus der Bevölkerung erhält und unterstützen die Anliegen der Bürgerinitiative.

Die Bürgerinitiative trifft sich jeden Donnerstag um 20:00 Uhr in der Gaststätte „Neue Weide“ in Friedrichsfehn.


Lesen Sie im Wortlaut: Flugblatt der Bürgerinitiative, Stellungnahmen von BI-Mitgliedern im Bauleitplanungsverfahren